Unerlaubte Drohne über Brand
Unbewohntes Wohnhaus in Abensberg wird ein Raub der Flammen

08.06.2024 | Stand 10.06.2024, 14:39 Uhr |

Brand in Abensberg: Es handelt sich um ein alleinstehendes Haus, sagt ein Polizeisprecher. − Foto: Sebastian Pieknik, News5

Ein unbewohntes Wohnhaus brannte am Samstagabend am Ortsrand von Abensberg (Landkreis Kelheim). Das bestätigte die Polizei auf Nachfrage der Mediengruppe Bayern.



Es handelte sich um ein alleinstehendes, kurz vor dem Einsturz stehendes Haus, teilte ein Polizeisprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern mit. Personen seien nicht in Gefahr gewesen; auch der Sachschaden halte sich durch den maroden Zustand des Hauses in Grenzen. Das Haus wurde durch das THW mit einem Bagger „niedergelegt, um der Feuerwehr zu ermöglichen, es endgültig zu löschen“, erklärte das THW auf Nachfrage. Nur so sei es möglich gewesen, die Glutnester zu löschen. Es handelt sich dabei um einen Standardprozess.

Unerlaubte Drohne über Einsatz



Auf andere Gebäude könne das Feuer nicht übergreifen, hieß es. Die genaue Brandursache ist noch nicht bekannt, allerdings sollen sich in dem Haus öfter Jugendliche aufgehalten haben, berichtete ein Polizeisprecher. Zudem entdeckten die Feuerwehr-Einsatzkräfte während der Löscharbeiten eine private Drohne über dem Gelände und meldeten dies sofort der Polizei. Das Fliegen von Drohnen sei über bewohnten Gebieten nicht erlaubt, sagte der Polizeisprecher. Selbst wenn das brennende Haus nicht mehr bewohnt war, liege in der Nähe ein Baugebiet, wies er hin. Dem unbekannten Drohnenpiloten droht damit ein Bußgeld wegen einer Ordnungswidrigkeit.

− vr/jas



Anmerkung der Redaktion: In einer vorangegangenen Version des Artikels namens „Einsatzkräfte lassen unbewohntes Wohnhaus in Abensberg kontrolliert abbrennen“ wurde durch die Mediengruppe Bayern eine nicht korrekte Information weitergegeben. Im Artikel war zu lesen: „Die Einsatzkräfte lassen das Haus kontrolliert abbrennen. Andernfalls müssten die Einsatzkräfte eine Brandwache stellen, was man angesichts der unzähligen, anstrengenden Hochwasser-Einsätze in den vergangenen Tagen vermeiden wolle." Diese Aussagen haben sich im Nachhinein als nicht korrekt herausgestellt.