Debüt-Single von „Unload Rage“
Grunge-Rock gegen Doppelmoral: Ja zum Wolf – aber reißen darf er nicht

05.03.2024 | Stand 05.03.2024, 6:31 Uhr

Das sind „Unload Rage“ (v.l.): Christian Nigl (Sänger und Bassist), Martin Peterlik (Schlagzeug) und Johannes Duschl (Leadsänger und Gitarrist) . − Foto: privat

Zu fetzigem Gitarren-Sound und Schlagzeug-Beats tapst ein als Gänse verkleidetes Quintett aus dem Stall, für eine soll es der letzte Freigang sein. „Wolfdriver“ heißt die kürzlich veröffentlichte Debüt-Single der Grunge-Rocker „Unload Rage“ aus dem Unteren Wald. Auf YouTube hat ihr Musikvideo schon über 52000 Aufrufe, was die Band als „Achtungserfolg“ verbucht.



Seit eineinhalb Jahren machen die drei Handwerker zusammen Musik: am liebsten Grunge-Rock. „Wir covern so gut wie keinen Mainstream, weil man den eh zu oft hört. Bei uns grunged es gewaltig, wobei wir alle möglichen Stilrichtungen der Musik bedienen – vorzugsweise den Seattlesound durch die bekannteste Band Nirvana. Wichtig ist aber, dass es uns gefällt“, erklärt Leadsänger und Gitarrist Johannes Duschl.

Grunge-Rock ist ihr Stil



Neben Nirvana zähle auch die US-amerikanische Metal-Band Metallica zu den persönlichen Favoriten von „Unload Rage“. Auf den Namen sei Johannes Duschl gekommen, weiß Bassist und Sänger Christian Nigl. Was übersetzt so viel wie „Wut entladen“ heißt, habe für die Band folgende Bedeutung: Von einem stressigen Arbeitstag zurück, könne man, „wenn man Musik, spielt die negative Energie umpolen“, sagt Nigl. Aus etwas Negativen, was Positives machen. „Musik muss Spaß machen, und ein Elan gehört natürlich auch dazu, dann wird’s auch was“, meint Schlagzeuger Martin Peterlik.

Und noch etwas ist der Band wichtig: „Wir spielen nicht ein Lied, damit es sich gut anhört. Es soll auch einen Sinn haben, vielleicht auch einen versteckten“, sagt Nigl. „Unsere geschriebenen Songs sollen zum Nachdenken anregen, wir greifen dabei gesellschaftliche Themen auf.“

Songs sollen zum Nachdenken anregen



So handelt ihre Debüt-Single „Wolfdriver“ von einem Einsiedler, dessen Gans von einem Wolf gerissen wurde. Damit wolle die Band vor allem auf die Doppelmoral in der Gesellschaft verweisen. Es gebe viele Fürsprecher für den freilebenden Wolf. Dieser werde akzeptiert, solange man selbst nicht von einem Wildriss betroffen sei. Trage man jedoch einen Schaden davon, verändere sich die Sichtweise und man versuche dagegen vorzugehen, so das Trio.

Drei Konzerte haben sie schon gegeben, weitere sollen dazu kommen und auch mehr eigene Lieder. Denn auf ihrem Erfolg mit der Debüt-Single wollen sich die drei nicht ausruhen, sondern fleißig weitere Songs schreiben.