Jubiläum mit einem Boarischen Tag
Neudorfer Kinderwelt St. Martin feierte 50. Geburtstag

16.06.2024 | Stand 16.06.2024, 11:00 Uhr |
Albrecht Müller

Fahnenträger Luis Meindl führte den Zug der Kindergartenkinder mit ihren Erzieherinnen durch das Spalier der Besucher an.

Ob Marianne Angerer – Kindergartenleiterin bei der Gründung – 1974 damit gerechnet hätte, dass „ihr“ Kindergarten in Neudorf 50 Jahre später noch immer ein Wohlfühlort für mittlerweile mehr als 50 Kinder sein würde? In diesem Jahr kann die Kinderwelt St. Martin ihren 50. Geburtstag feiern. Deshalb lud man Anfang Juni zum großen „Boarischen Tag der offenen Tür“ ein.

Der Tag begann mit einem Festgottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche in Neudorf, den Dekan Steinbeißer mit vielen Kindern, Erzieherinnen, Eltern, Großeltern und Wegbegleitern feiern konnte. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von einer Bläsergruppe aus ehemaligen Kindergartenkindern. Zum Einzug sangen die Kinder das Lied „Wir feiern heut ein Fest“. Es wurde daran erinnert, dass Gott nicht nur besondere Jubiläen und Geburtstage mit uns feiert, sondern immer an unserer Seite ist und uns hilft.

Der Tag weckte auch bei Erwachsenen viele Erinnerungen



Kinderlachen, Freundschaften, Lernen, Tränen, Begegnungen, Zusammenhalt, Veränderungen, Beständigkeit, Fortschritt waren nur einige Gedanken und Erinnerungen, die man mit 50 Jahren Kindergarten verbindet. Welche Gedanken auch immer jedem einzelnen in den Sinn kommen, die Kindergartenzeit ist wohl jedem in guter Erinnerung geblieben, sei es als Kindergartenkind oder Elternteil. Die Vorschulkinder bedankten sich bei allen Wegbegleitern, die es möglich gemacht haben, diesen Geburtstag feiern zu können. Sie dankten den Eltern für das Vertrauen, dem Elternbeirat für das große Engagement, den Mitarbeiterinnen dafür, den Kindergarten zu einem Wohlfühlort zu machen, dem Träger für die gute Zusammenarbeit, den Priestern für ihre Begleitung in all den Jahren, allen helfenden Händen und nicht zuletzt natürlich all den Kindern, denn ohne sie gäbe es kein Fest. Am Ende ergaben all diese Danksagungen ein großes Puzzle, denn nur wenn alle Puzzleteile zusammenpassen, kann die Kinderwelt St. Martin funktionieren.

Nach dem Schlusssegen und dem Schlusslied „Großer Gott wir loben dich“ stellten sich alle Gottesdienstbesucher zu einem großen Spalier für die Kindergartenkinder auf, die angeführt vom stolzen Fahnenträger Luis Meindl zu bayerischer Musik Richtung Mehrzweckplatz zogen. In allen Kinderaugen sah man pure Freude und so manche Eltern verdrückten ein paar Tränchen, als sie ihre Kinder mit Fähnchen schwenkend in Tracht marschieren sahen.

Gekonnt tanzten die Kinder einen Boarischen



Auf dem Mehrzweckplatz sangen die Kinder ein bayerisches Begrüßungslied und nach den Grußworten von Kindergartenleiterin Claudia Vogl, Elternbeiratsvorsitzender Stephanie Hartinger und 3. Bürgermeister Wolfgang Kunz zeigten sie noch gekonnt einen „Boarischen“ und bekamen dafür einen verdienten, großen Applaus. Nun wartete auf alle Besucher ein buntes Programm im und am Kindergarten und allerlei Köstlichkeiten. Im Kindergarten konnten die Kinder an verschiedenen Stationen basteln, experimentieren und malen.

Im Garten hatte der Nationalpark eine Station aufgebaut, an der die Kinder Tiere in einem Büchlein schraffieren und ausmalen oder Medaillons aus Holz bemalen konnten. Im Turnraum wurde ein Film gezeigt, in dem ehemalige Kindergartenkinder von ihren Kindern/Enkeln interviewt wurden, dabei kamen so manche Geheimnisse ans Tageslicht. Und für den ein oder anderen war es einfach mal wieder schön einen Blick in „seinen“ alten Kindergarten zu werfen. Der Elternbeirat hatte eine Tombola mit vielen tollen Preisen vorbereitet, nur leider waren die Lose viel zu schnell ausverkauft. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Mit kalten Getränken, Kaffee, Kuchen und einem bayerischen Buffet blieben keine Wünsche offen. Da auch das Wetter an diesem Tag mitspielte, war es ein rundum gelungenes Geburtstagfest für die Kinderwelt St. Martin in Neudorf, das mit Sicherheit so schnell nicht vergessen wird.