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Kurzzeitige Sperrungen: In der Elsenthaler Leite neben der B533 werden Bäume gefällt

Buchen sind vom Pilz beschädigt – Ampeln regeln den Verkehr

29.03.2023 | Stand 17.09.2023, 0:17 Uhr
Florian Schweiger

Sorgen für Sicherheit der Autofahrer: Die Forstarbeiter der Bayerischen Staatsforsten schneiden zurzeit vom Pilz beschädigte Buchen um. −Foto: Schweiger

Einigen Autofahrern wird es bereits aufgefallen sein: Immer wieder kommt es derzeit auf der B533 – beim Abschnitt entlang des Naturwaldreservats Frauenberg – zu kurzzeitigen Sperrungen. Grund hierfür sind Fällarbeiten von beschädigten Buchen (wir berichteten).



Nachdem im Winter bemerkt worden war, dass die Bäume starken Pilzbefall aufweisen, bestand akute Gefahr, sie könnten unkontrolliert auf die Fahrbahn fallen.

Jetzt ist das Fingerspitzengefühl der Forstarbeiter gefragt: Bei jedem einzelnen Baum muss geschaut werden, wie stark dieser bereits fault. Erst dann kann ein Stahlseil um den Baum gelegt werden, das am sogenannten Holzrücker, einem schweren Gefährt, befestigt ist.

„Anschließend wird die Fallkerbe geschnitten. Sobald die geschnitten ist, wird die Straße gesperrt und der Fällschnitt geht los“, erklärt Erik Niedermaier, Vorarbeiter bei den Staatsforsten, der PNP. Der Baum wird dann mit dem Seil zu Boden gezogen und dadurch kontrolliert zu Fall gebracht. Danach kann die Straße wieder freigegeben werden.

Für Autofahrer bedeutet das, maximal drei Minuten vor einer roten Ampel zu warten. Die Forstarbeiter dagegen zeigen bei jedem der rund 50 beschädigten Bäume höchste Konzentration. Die alles andere als ungefährliche Arbeit ist durch das unwegsame Gelände und den neu gefallenen Schnee zusätzlich erschwert, weswegen sogar Forstrevierleiter Mathias Knippel zugibt: „Ich bin nicht neidisch auf die Arbeit.“

− fs