Grafenau
Jetzt wird wieder kräftig gepulvert

Natürliche Hilfe für Kurparksee – Methode soll nachhaltig gegen Schlamm und Unkraut wirken

24.03.2023 | Stand 17.09.2023, 0:32 Uhr

Bürgermeister Mayer machte sich persönlich ein Bild vom Start der Verpulverung. −F.: Friedl

Zehntausend Kubikmeter Schlamm und Unkraut, das man bis an die Wasseroberfläche sieht, machen dem Kurparksee zu schaffen.

Weil eine Entkrautung, wie zum letzten Mal 2016 mit einem Mähboot durchgeführt, oder gar eine umfassende Entschlammung viel Geld kosten würde und sehr aufwändig ist, hat der Zweckverband Sport und Erholung auf eine alternative Methode zur Reinigung des Sees gesetzt: Seit dieser Woche wird nach der Winterpause wieder wöchentlich ein Spezialpulver in den See eingebracht, das das ökologische Gleichgewicht im See wiederherstellen soll.

„Mit Hilfe des NaturSinn-Konzepts wollen wir die für eine Regeneration wichtige mikrobielle Balance ursächlich wieder herstellen“, sagt Bürgermeister Alexander Mayer, der sich zusammen mit Bauhofleiter Florian Simböck in dieser Woche selbst ein Bild vor Ort machte. Die biophysikalische Wirkung des Präparats führe zu einer gezielten Aktivierung der vorhandenen Mikrobiologie und setze natürliche Regenerationsprozesse in Gang, durch die in erster Linie überschüssige Nährstoffe abgebaut werden.

Als Resultat verspricht der Hersteller des mit spezifischen Wirkungseigenschaften ausgestatteten Quarz- bzw. Steinmehls einen deutlich reduzierten Algen- und Krautwuchs, den Abbau von Grundschlamm, eine Reduktion von Keimen und eine verbesserte Sichttiefe.
„Wir sind guter Dinge, dass wir hier mittel- bis langfristig eine deutliche Verbesserung herbeiführen können“, so der Bürgermeister. Ab sofort werde das Mittel wieder jede Woche im See verteilt, im Herbst werde man sich dann erneut ein Bild von der Wirkung machen.

− ga