Neuschönau
Freude über volle Hütten

04.12.2023 | Stand 04.12.2023, 17:00 Uhr
Otto Biebl

Reihum standen die Buden mit ihren dicken Schneehauben auf dem gut gefüllten Kirchplatz. − Fotos: Biebl

Der Koishüttler Christkindlmarkt am ersten Adventswochenende zog auch in diesem Jahr wieder viele Besucher an. Obwohl beim Auftakt am Freitagabend noch dichter Schneefall herrschte, ließen sich die dick eingepackten Gäste die Freude über das vorweihnachtliche Vergnügen nicht vermiesen. Nach einem musikalischen Beginn mit adventlichen Weisen durch die Blaskapelle Neuschönau eröffnete Bürgermeister Alfons Schinabeck die Veranstaltung. Er begrüßte die zahlreichen Besucher auf dem Platz und dankte den Helfern von der Vereinsgemeinschaft für den Betrieb der Buden und dem gemeindlichen Bauhof für den Aufbau.

Die adventlich geschmückten Holzbuden standen in einem weiten Rund zwischen der Kirche und dem Kultur- und Bürgerzentrum mit der weihnachtlich beleuchteten Fassade. Dazwischen fand noch das Holzerlebnismobil als Aufenthaltsraum für die Kleinen und die Weihnachtskrippe mit den in Lebensgröße geschnitzten Holzfiguren Platz. An drei Feuertonnen in der Mitte konnten sich die Besucher etwas aufwärmen. Das kulinarische Angebot reichte vom Kinderpunsch über Glühwein, Feuerzangenbowle und Bratapfelmost hin zu Schupfnudeln, süßen Waffeln, Gulaschsuppe, Würstlsemmeln oder der Halben-Meter-Bratwurst.

Um 19 Uhr begann im Koishüttler Saal ein Konzert des Duos „The Double Trouble“. Die zwei Vollblutmusiker Florian Hannig und Uli Hansel begeisterten mit groovigem Gitarrenspiel, unverwechselbarem erdigen Gesang und vor allem mit authentischer Spielfreude. Sie spielten Rockballaden, Blues- und Rock’n Roll-Songs bis hin zu Country- und Popnummern. 70 Zuhörer ließen sich vom Akustikduo begeistern.

Am Samstagnachmittag fand im Koishüttler Saal zum zweiten Mal ein Seniorennachmittag statt (hierzu erfolgt ein gesonderter Bericht). Der Christkindlmarkt öffnete um 17 Uhr. Schnell füllte sich der Platz zwischen den Verkaufsbuden. Die Gäste genossen die adventliche Stimmung, nachdem auch der Schneefall nachgelassen hatte.

Am Sonntagnachmittag startete der Markt gegen 14 Uhr. Eine Stunde später füllte sich der Koishüttler Saal fast bis zum letzten Platz, denn die Schlauen Füchse vom Kinderhaus hatten ihren großen Auftritt. Mit einem Lied über das Kerzenlicht und rhythmischen Bewegungen erfreuten sie ihre Eltern und alle im Saal. Mit vorgetragenen Gedanken und Betrachtungen über die Adventszeit wurde die Wartezeit auf den Nikolaus überbrückt. Schließlich strömten alle ins Freie, um die Ankunft des Heiligen Nikolaus nicht zu verpassen. Begleitet von sechs weiß gekleideten Engeln erschien der heilige Mann auf dem Podest vor der Kirche und hörte sich das Willkommenslied der Kinder und seiner Engelschar an.

Die Kinder drängten auf dem Platz zwischen den Buden hin zum Nikolaus, um sich von ihm beschenken zu lassen. Bürgermeister Alfons Schinabeck unterstützte ihn dabei.

Nach dem Nikolausbesuch entspannte sich die Situation auf dem Platz und der Christkindlmarkt fand am Abend einen ruhigen Ausklang.

Im Ausstellungsbereich der Tourist-Info waren zwei sehr schöne Krippen aus der umfangreichen Sammlung von Manfred Krammer aufgestellt.

Der Koishüttler Christkindlmarkt erfreute sich auch heuer wieder großer Beliebtheit bei den Besuchern. Ob wegen des geplanten Umbaus des Kirchplatzes im nächsten Jahr der Christkindlmarkt in der bekannten Form an gleicher Stelle abgehalten werden kann, wird sich zeigen. Die Organisatoren vom Verein Neuschönau a.k.t.i.v. und Bürgermeister Alfons Schinabeck als Initiator haben wieder sehr viel Zeit und Kraft in die Vorbereitung der Veranstaltung investiert. Der Reinerlös aus dem Christkindlmarkt wird auf die beteiligten Vereine aufgeteilt.