A-Klasse Freyung
Drei Platzverweise, vier Tore und 350 Fans: Klingenbrunn feiert Aufstieg nach emotionalem Heimspiel

19.05.2024 | Stand 20.05.2024, 10:11 Uhr

Meister-Trainer Thomas Driendl lassen die Klingenbrunner Fußballer hochleben − Foto: Alexander Escher

Die „Fatimaelf“ des TSV Klingenbrunn hat am Sonntag den letzten Schritt zur Meisterschaft in der A-Klasse Freyung gemacht. In einem farbenfrohen Duell (drei Platzverweise) setzte sich die Driendl-Elf gegen Hinterschmiding klar durch und kehrt nach drei Jahren in der untersten Liga in die Kreisklasse zurück.

Die DJK Altreichenau hatte mit Herzogsreut mehr Mühe als gedacht (2:1), wäre aber für den Fall eines Klingenbrunner Patzers parat gestanden. So aber geht es für „Oidhütte“ in die Relegation. Wie berichtet, brauchen die Altreichenauer, die nächste Saison eine Spielgemeinschaft mit dem SV Hintereben bilden, den Platz in der Kreisklasse nicht (wenn Hintereben den Klassenerhalt packt), aber auf ein oder zwei attraktive Entscheidungsspiele wollen sie nicht verzichten und werden die Teilnahme daher nicht an den Rangdritten SV Haus i.W. abtreten.

Klingenbrunn − Hinterschmiding 4:0: Die Heimelf agierte in den ersten 45 Minuten recht nervös und darum ging es torlos in die Kabine. Nach Wiederanpfiff dauerte es vor 350 Zuschauern nur mehr ein paar Minuten bis die Partie endgültig Fahrt aufnahm. Erst brachten Niklas Wagner (57.) und Daniel Wilhelm (60.) die „Fatimaelf“ mit ihren Treffern auf Meister-Kurs und dann verteilte Schiedsrichter Robert Fischer (Kirchberg i.W.) an die Hinterschmidinger Samuel Markert (66.) und Korbinian Wilhelm (67.) binnen weniger Sekunden zwei Ampelkarten. Gegen neun Gegenspieler war es eine klare Angelegenheit für den künftigen Kreisklassisten. Zwar sah Alexander Macht (75.) die rote Karte, aber der Ärger darüber war spätestens nach den Treffern von Andreas Eiter (76.) und Andreas Baumgartner (84.) verflogen. Und mit dem Abpfiff wurde es dann richtig laut im feucht-fröhlich im Fatimastadion.

Altreichenau – Herzogsreut 2:1: Die Heimelf lieferte vor 150 Zuschauern in der ersten Halbzeit einen ungewöhnlich fehlerbehafteten, uninspirierten Auftritt ab und vergab die Torchancen teils kläglich. Der Sportclub ging mit seiner ersten nennenswerten Möglichkeit nach einer Standardsituation in Führung und verpasste kurz darauf sogar das eigentlich sichere 0:2. In den zweiten 45 Minuten präsentierte sich die DJK konzentriert und veranstaltete ein Spiel auf ein Tor – der Sieg war deshalb nur logisch, aber wertlos, „An dieser Stelle gratulieren wir dem TSV Klingenbrunn zur verdienten Meisterschaft“, schreiben die „Oidhüttler“ in ihrem Kurzbericht zum letzten Saisonspiel. Rot: Andreas Herzig (H., 83.); Tore: 0:1 Nico Krückl (27.); 1:1 Dominic Obergroßberger (51.); 2:1 Florian Gutsmiedl (81.). SRin Teresa Schopf (Schönbrunn).

Haus i.W. – Perlesreut 2:0: Der SVH war über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, die Biebl-Elf leistete sich lediglich Mitte der zweiten Halbzeit eine Phase in der die Gäste gleichwertig waren. Darum geht der Sieg, den der Ex-Perlesreuter Josip Celcic mit einem Doppelpack heraus schoss (34., 81./FE) in Ordnung. SR Bernhard Schmalzbauer (Innernzell); 80.

Ringelai – Spiegelau 7:1 / Tore: 1:0 Andreas Schneler (13.); 2:0 Klaus Huber (36.); 3:0 Sebastian Drexler (40.); 4:0 Huber (52.); 5:0 Matthias Thuringer (61.); 6:2 Dominik Wrona (62.); 6:1 Maximilian Zitt (68.); 7:1 Christoph Einberger (83.). SR Dario Bubek (Hinterschmiding); 80.

Haidmühle/Philippsreut/Bischofsreut – Kumreut 0:6: Nach einer torlosen ersten Halbzeit erwischten die Gäste einen prima Start und führten nach 58 Minuten mit 3:0. Danach ergab sich die SG ihrem Schicksal und der Torschützenkönig der Liga, Petr Balousek (44) schraubte sein Torkonto mit einem Dreierpack auf 24 Treffer hoch. Tore: 0:1 Leon Königseder (49.); 0:2 Marko List (57.); 0:3, 0:4 Balousek (58., 70.); 0:5 Johannes Haidl (75.); 0:6 Balousek (85.). SR Fabian Blahetek (Untergriesbach); 50.

Schönberg II – Grainet x:0.

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