„Unsere Zukunft ist gesichert!“
Beim Diözesan-Jugendwettbewerb der Malteser in Freyung zeigt der Nachwuchs sein Können

05.11.2023 | Stand 05.11.2023, 12:57 Uhr

Sieger Jugend SSD Freyung: Die Gruppe des Schulsanitätsdienstes Gymnasium Freyung konnte ihren Heimvorteil nutzen und siegte in der Jugendwertung. Es gratulierten (hinten v. l.) stv. Diözesangeschäftsführer Werner Kloiber, Diözesanjugendreferentin Simone Firla, Diözesanjugendsprecher Fabian Weiß, Schulleiter Christian Zitzl, Schirmherr Landrat Sebastian Gruber, Leiter Einsatzdienste Claus Berger, Dienststellenleiter Christoph Fuchs und Gruppenbetreuer Michael Behringer (kniend Mitte). − Fotos:

Am Gymnasium Freyung (Landkreis Freyung-Grafenau) fand jüngst der Diözesanjugendwettbewerb der Malteser statt, bei dem der Nachwuchs an verschiedenen Stationen Wissen und Können rund um die Erste Hilfe unter Beweis gestellt hat.

Es war dies der erste Wettbewerb seit 2019. Entsprechend groß waren die Freude und das Engagement aller Beteiligten. FRG-Teams hatten besonderen Grund zur Freude unter den acht teilnehmenden Mannschaften.
Am Beginn des Tages stand ein Wortgottesdienst mit Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Johannes B. Trum, den die stellvertretende Diözesanjugendsprecherin Anna Hoffmann stimmungsvoll auf der Gitarre umrahmte. „Es ist schon toll, wie sich Malteserinnen und Malteser engagieren, damit dieser Tag heute zustande kommen kann“, lobte der Geistliche. Diözesanjugendsprecher Fabian Weiß erklärte: „Es ist super-schön, dass nach Corona heute wieder ein Wettbewerb stattfinden kann.“

An den Stationen geprüft



Dann ging es los auf die Stationen, wo den jungen Maltesern einiges abverlangt wurde, wo sie aber auch viel lernen und neue Erfahrungen sammeln konnten. Es starteten jeweils vier Jugend- bzw. Schulsanitätsdienst- und vier Kindergruppen, die einen Parcours von je acht Stationen durchliefen. Dazu gehörten in beiden Wertungen eine religiöse Station und ein Fragenbogen. Die Jüngsten hatten eine Schülerin mit Nasenbluten zu versorgen, zwei Mädchen, von denen eines eine Wunde am Unterarm und das andere sich die Hand eingeklemmt hatte, eine Lehrerin, die sich unterkühlt hatte, zwei Kinder mit Schürfwunden an Händen und Knien, ein Mädchen, das nach dem Sport zu wenig getrunken hatte, und schließlich einen Schüler, der beim Sturz vom Stuhl mit dem Hinterkopf an der Tischkante aufgeschlagen war.
Die Jugendlichen erwarteten folgende Herausforderungen: Unfall mit einem Cutter-Messer, Verätzungen, Stromschlag, Herzrhythmusstörungen mit Reanimation, Treppenstutz sowie ein „Verletzter“ wurden einmal mehr hervorragend geschminkt und dargestellt von den Gruppen Realistische Unfalldarstellung (RUD) Passau und Traunstein.

Freude über tollen Wettbewerb



Zum Schluss waren sich alle einig: „Es war wieder ein ganz toller Wettbewerb.“ Fundraiserin Stefanie Weber war heuer zum ersten Mal dabei und betreute eine der Fragebogen-Stationen. Sie erklärte: „Es hat viel Spaß gemacht.“ Die erfahrene Ausbilderin Ursula Dillinger, die als Schiedsrichterin im Einsatz war, betonte: „Es war alles hervorragend organisiert und ist reibungslos abgelaufen. Die Verletztendarsteller der RUD Traunstein sind einfach klasse.“ Heidi Teufel, ebenfalls Schiedsrichterin, sagt anerkennend: „Die Jugendlichen wissen schon unheimlich viel über seelische Betreuung. Das hat super funktioniert. Unsere Zukunft ist gesichert.“ „Das kann ich nur unterstreichen“, ergänzt ihre Tochter Lisa, die ebenfalls als Schiedsrichterin dabei war. Die drei kommen alle von der Gruppe Philippsreut. Daniel Peschl von der Gruppe Karlsbach war einer der Verletztendarsteller. Er fand das Ganze „relativ cool. Es war spannend zu sehen, wie die Kinder reagieren und vor allem, was sie schon alles draufhaben. Sie sind auf Zack.“
Auch die Teilnehmer schwärmen von dem Wettbewerb: „Schee war’s“, fasst Josef kurz zusammen. „Es war toll und wir haben unheimlich viel Neues dazu gelernt“, sagt Jonas, der, wie Josef, vom Schulsanitätsdienst Passau-Freudenhain kommt.

Rund 60 Helfer und über 50 Teilnehmende



Michael Behringer, Malteser und Lehrer am Gymnasium Freyung: „Es ist schön, dass nach Corona wieder dieses Gemeinschaftserlebnis da ist. Das Entscheidende aber ist, dass wir mit Menschen umgehen können.“ Er war als Gruppenbetreuer mit der Schulsanitätsdienst-Gruppe seiner Schule unterwegs und ist das Bindeglied zwischen ihr und den Maltesern, nicht nur bei der Organisation des Wettbewerbes. Vor der Siegerehrung gab es noch die verdiente Stärkung. Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Betreuung aus Passau mit dem Referenten Notfallvorsorge Michael Walch und deren Leiter Walter Scheu sen. versorgte alle Beteiligten bestens.
Dann war die Spannung natürlich groß. Der stellvertretende Diözesangeschäftsführer Werner Kloiber begrüßte die Anwesenden und betonte: „Wir haben uns heute total wohlgefühlt an dieser wunderbaren Schule.“ Er bedankte sich bei allen Beteiligten und erklärte, dass allein am Wettbewerbstag an die 60 Helfer auf den Beinen waren. Dazu kamen noch mehr als 50 teilnehmende Kinder und Jugendliche.

„Ihr seid sehr wertvoll“



Schulleiter Christian Zitzl berichtete, dass an Schulen viele Unfälle passieren. Im Hinblick auf die Schulsanitäter sagte er: „Wir als Schule sind unheimlich dankbar, dass es Jugendliche wie euch gibt, weil ihr für uns eine unglaubliche Hilfe seid.“
Landrat Sebastian Gruber hat die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen: „Das habe ich sehr gerne getan. Ich freue mich, dass der Wettbewerb hier stattfindet“, erklärte er und berichtete, dass er an dieser Schule sein Abitur gemacht und hier auch seinen ersten Erste-Hilfe-Kurs bei den Maltesern absolviert hat. „Alle Teilnehmer, Kinder und Jugendliche, sind Siegerinnen und Sieger. Es ist von unschätzbarem Wert, was ihr macht, und wenn ihr bei einer Veranstaltung dabei seid, dann können sich andere Menschen aufgehoben, sicher und geborgen fühlen. Ich hoffe, dass die Malteser-Familie im Landkreis und in der Diözese so weitermacht. Ihr seid sehr wertvoll“, lobte der Landrat.

Lob für geleistete Arbeit



Diözesanjugendreferentin Simone Firla, die den Wettbewerb zusammen mit dem Diözesanjugendführungskreis sowie dem Leiter Einsatzdienste Passau Claus Berger und dem Freyunger Dienststellenleiter Christoph Fuchs federführend organisiert hat, erklärte: „Ich bin froh, dass das heute so gut abgelaufen ist. Ich finde es total cool, was ihr an den Stationen geleistet habt.“

ERGEBNISSE

Die Ergebnisse/Rangfolge bei der mit Spannung erwarteten Siegerehrung:
Kinder: 1. Annathal; 2. Fürholz 2; 3. Fürholz 1; 4. Hutthurm
Jugendliche: 1. Schulsanitätsdienst Gymnasium Freyung; 2. Schulsanitätsdienst Passau-Freudenhain 1; 3. Schulsanitätsdienst Passau-Freudenhain 2; 4. Annathal

− pnp