Ehemaliger 1860-Profi baut Freizeitcenter
Anpfiff für das Spiegelauer Bolzwerk

14.06.2024 | Stand 14.06.2024, 11:00 Uhr |
Petra Uhrmann

15x30 Meter, die alle Fußballerherzen höher schlagen lassen: Die neue Indoor-Soccerhalle. − Foto: Uhrmann

Anpfiff für das „Bolzwerk“ – mit etwa 150 geladenen Gästen öffnete das in der Region beispielslose Projekt am vergangenen Donnerstag offiziell seine Pforten und stellt sich mit einem umfangreichen Programm an diesem Wochenende der breiten Öffentlichkeit vor. Der gebürtige Allhartsmaiser und Ex-Profikicker Michael Miedl verwirklicht hier seine Leidenschaft.

Gemeinsam mit seiner Frau Tanja Friedl und der gemeinsamen Tochter Anna wurde das vergangene Jahr über unermüdlich an einem Freizeitangebot, welches die Region weit über die Gemeindegrenzen Spiegelaus hinaus bereichern wird: Neben der 15x30 Meter großen Indoor-Soccerhalle bietet das „Bolzwerk“ eine Sportsbar mit Restaurant, die „Fun Area“ bietet mit Boulderwand, Kickertisch, Airhockey und Darts Spaß auch für die Kinder. Der Jako-Shop sowie ein E-Bike Verleih runden das Angebot ab. Knapp 30 Arbeitsplätze konnte geschaffen werden, davon vier in Vollzeit und 26 Minijob-Stellen.

Vier Vollzeit- und 26 Minijobstellen



Sichtlich bewegt begrüßte Hausherr Miedl die zahlreichen Gäste aus Politik, beteiligter Firmen und Institutionen, befreundeter Sportvereine sowie der Hauptsponsoren. „Ich habe Schmetterlinge im Bauch, nachdem es eineinhalb Jahre rundgegangen ist, ist das nun ein sehr emotionaler Moment“, so der Ex-Löwen-Stürmer. Besonders freute es ihn, unter den Gästen seine allerersten Fußball- (Jugend-)-Trainer der Vereine aus Schöfweg und Tittling begrüßen zu können. Großen Dank sprach Miedl seinen vierzig Hauptsponsoren – von regionalen Firmen bis hin zu Global Playern aus München und Linz – aus. Die Resonanz sei toll gewesen. Nachdem am Tag der offiziellen Eröffnung noch die letzten Firmen Hand anlegten, konnte auch Miedl selbst keine Eröffnungsrede schreiben: Erst zwei Stunden vor Eintreffen der Gäste sei er nur kurz nach Hause zum Duschen. „Ich habe mir eigentlich nur ein Motto für meine Ansprache überlegt: Dankbarkeit für Familie, Sport und Region“. Fußball sei schon immer seine Leidenschaft gewesen, aber er liebe auch den Umgang mit Menschen: „Ich bin vielleicht ein verlorener Wirt“.

Motto der Ansprache: Dankbarkeit für Familie, Sport und Region



Zwölf Standorte seien potenziell für das Projekt in Frage gekommen, blickte Miedl weiter zurück. Für Spiegelau entschieden habe man sich dann aus Liebe zur Region, der tollen Lage und nicht zuletzt auch, da Spiegelau der Heimatort von Ehefrau Tanja Friedl und mittlerweile Lebensmittelpunkt der Familie sei. Bei der ersten Vorstellung des Projektes im Gemeinderat habe er gesagt, er wolle dazu beitragen, die Region weiter attraktiv zu machen – und stieß bei Bürgermeister und Gemeinderat ab der ersten Sekunde auf Unterstützung. Auch die weitere Zusammenarbeit mit der Verwaltung und später auch dem Landratsamt sei immer absolut unterstützend und schnell gewesen – so habe man die Baugenehmigung bereits nach vier Wochen in den Händen halten dürfen.

Miedl sprach allen Beteiligten großen Dank für die immense Unterstützung bei dem Mammutprojekt aus, allen voran jedoch seiner Familie: Ohne der „besten Frau der Welt“ und der „liebsten Tochter“, Tanja Friedl und Anna, sei das Projekt nicht umsetzbar gewesen. Aber auch Vater Sepp Miedl sei unverzichtbar gewesen: „Du hast mir Fußball von klein auf beigebracht, im Garten hinterm Haus. Du bist nicht nur mein Papa, sondern eigentlich mein bester Freund. Du bist immer da, wenn man dich braucht und auch das „Bolzwerk“ wäre ohne dich nicht gegangen“.

12 Standorte standen zur Auswahl



„Lieber Michael, wir haben etwas gemeinsam: Wir kommen beide aus Allhartsmais und wer da her kommt, ist schonmal top“, begann stv. Landrätin Helga Weinberger in ihrem Grußwort. Jeder unter den Anwesenden habe gemerkt, dass dies hier seine Leidenschaft sei. „Glückwunsch an die Gemeinde Spiegelau, dass Michael Miedl diesen Standort gewählt hat, der Landkreis Freyung-Grafenau ist dankbar, dass ein solches Projekt nun unsere Region bereichert.“

„Nicht nur unseren Landrat Sebastian Gruber wird es ärgern, hier heute nicht dabei sein zu können, sondern selbstverständlich auch unseren ersten Bürgermeister Karlheinz Roth“, freute sich Bürgermeister Günter Nama, diesen Termin als zweiter Bürgermeister wahrnehmen zu dürfen. „Wir als Gemeinde waren von Anfang an begeistert. Der Platz war den Bürgern lange ein Dorn im Auge, jetzt wurde Wunderbares geschafft“.