Seit 30 Jahren unter bewährter Führung
TV Dingolfing bestätigt Toni Kiebler als Vorsitzenden

19.06.2024 | Stand 19.06.2024, 9:00 Uhr |

Die geehrten Mitglieder mit Bürgermeister und Vorstandschaft  − Fotos: lnp

Erfolgreich im sportlichen Bereich und bewährt in der Vorstandschaft und im Turnrat – dies ist die Bilanz der Generalversammlung des TV Dingolfing (Landkreis Dingolfing-Landau) am Sonntag im Wasserburger-Saal am Herrenweiher. Den zweitgrößten Verein der Stadt führt weiterhin Toni Kiebler an, der nach 30 Jahren für weitere zwei Jahre zum Vorstand gewählt wurde.

Erneut in historischer Stätte konnte Vorstand Kiebler am frühen Sonntagabend zur Generalversammlung begrüßen. Der Wasserburger-Saal diente früher dem TVD als Turnhalle und viele Jahrzehnte als Veranstaltungssaal für den Fasching. 1703 Mitglieder weist der TV Dingolfing auf, davon 730 Kinder und Jugendliche, „was uns besonders stolz macht“, so Kiebler in seinem Bericht. Nahezu 150 Stunden Sport in der Woche bietet der TVD an.

Der erste Dank des Vorstands ging an die rund 70 Übungsleiter, die rund 12.000 Übungsleiterstunden im Jahr 2023 leisteten. Sein Dank ging auch an die Stadt und den Landkreis für die hohe Vereinsförderung sowie an alle Partner aus Wirtschaft und Industrie für die finanzielle wie materielle Unterstützung.

Integration und Inklusion wichtiges Thema

Besonders hob Kiebler in seinem Bericht Integration und Inklusion hervor: knapp 15 Prozent der Mitglieder, hauptsächlich im Nachwuchsbereich, haben Migrationshintergrund, im Inklusionsbereich werden zwei Trainingseinheiten für Kinder und Jugendliche mit und ohne Handicap angeboten, demnächst auch die Abnahme des Sportabzeichens. Unterstützung in allen Bereichen fehlt weiterhin, sei es im sportlichen wie auch im Funktionärsbereich, so Kiebler, der auch die Berichte des Sportwarts und der Abteilungen vortrug.

In allen Bereichen wurde von einem starken Zulauf, vor allem im Nachwuchsbereich, berichtet – angefangen von der Eltern- und Kindgruppe bis zu den Ballsportarten. Teilweise werden schon Wartelisten geführt. Neben dem Kindersport und allgemeinen Sportbetrieb und den neuen Yoga-Kursen mit über 20 Stunden in der Woche und dem Höhepunkt des Nikolaus-Besuches bei den kleinsten Aktiven ragen die sportlichen Erfolge heraus, so die Meisterschaft der Basketball-Herren in der Bayernliga und den damit verbundenen Aufstieg in die 2.Regionalliga, die Vizemeisterschaft der Volleyballerinnen in der deutschlandweiten 2. Bundesliga Pro mit den Meisterschaften auf Bezirksebene des Nachwuchses sowie den hervorragenden Platzierungen der Senioren-Leichtathleten auf Landes- und Bundesebene und auch in Europa mit dem Vizemeistertitel von Walter Kühndel im Speerwurf in der Altersklasse M70, in der er auch bei der Weltmeisterschaft den dritten Rang belegte.

Auch die Faschingsgesellschaft verwies auf gut besuchte Veranstaltungen. Auftritte der Prinzengarde im Augustiner-Keller und Bayerischen Hof in München waren die Höhepunkte der Garden. Zum Abschluss seines Berichtes gab Kiebler noch einen Ausblick auf den 20. Dingolfinger Halbmarathon, der am 15.September gestartet wird und nach zwei Jahren finanziellem Defizit „hoffentlich heuer wieder auch in diesem Bereich ein Erfolg wird“.

Ein Defizit auf Grund der gestiegenen Kosten im Spiel- und Sportbetrieb sowie im Halbmarathon wies der Kassenbericht aus. Mit dem Hintergrund des Kassenberichtes wurde einstimmig auch die Änderung des Geschäftsjahres beschlossen. Das Geschäftsjahr beginnt ab sofort am 1. Juli und endet am 30. Juni, was einen besseren Überblick über die Finanzlage vor allem in der Hallensportarten und beim Fasching ergibt.

Durch die höheren Belastungen im Sport- und Spielbetrieb ergibt sich als Konsequenz auch eine neue Beitragsstruktur, die ebenfalls ohne Gegenstimme genehmigt wurde: So wurde der monatliche Beitrag bei den Kindern um einen Euro erhöht, bei den Jugendlichen um 1,50 Euro und bei den Erwachsenen um zwei Euro. Die Senioren über 65 Jahre, zumeist passive und damit fördernde Mitglieder, bleiben unberührt von der Beitragserhöhung, der Familienbeitrag wurde auf 250 Euro jährlich festgelegt. Der Beitrag wird halbjährlich abgebucht. Ein Aktivenbeitrag für die Abteilungen im Liga- und Wettkampfbetrieb wird demnächst vom Turnrat festgelegt.

Von einer „Marke für Dingolfing“ sprach Bürgermeister Armin Grassinger in seinem Grußwort. Der „Markenbotschafter TV Dingolfing“ sei in ganz Deutschland und sogar darüber hinaus vertreten. Er dankte allen, die für diesen Erfolg verantwortlich sind, vor allem den Übungsleiter für ihren großartigen Einsatz.

Die Mitgliederversammlung bestätigte bei den Wahlen jeweils einstimmig die Vorschlagsliste mit nur einer Neuerung: Gwendolyn Ferdinand wurde als Abteilungsleiterin Volleyball gewählt für Hans Böhm, der aber weiterhin als Beirat im Turnrat bleibt. Außerdem wurden für zwei Jahre gewählt: Vorstand Toni Kiebler, 2. Vorstand Georg Scheurle, 3. Vorstand Stefanie Merl, Schatzmeister Albert Kuttenhofer, Sportwart Martin Meyer, Abteilungsleiter: Basketball Sergej Weigel, Fasching Amir Garbacz, Ju-Jutsu Christian Strasser, Tischtennis Frank Grünberg, Beiräte: Jutta Neumayr, Tobias Hagen, Herbert Kreißl, Manuel Schleifer, Gerd Wegesser und Yvonne Tenner, Kassenprüfer – seit 1980 – Michael Rieger und Ludwig Huber.

Mitglieder seit bis zu 65 Jahren beim TV dabei

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung wurden langjährige Mitglieder geehrt: 65 Jahre: Eva Goldbrunner, 55 Jahre: Lilli Blum, 50 Jahre: Helene Helmel, Manfred Meyer, Peter Schmidt, Heimrich Wälischmiller, 45 Jahre: Dieter Baumeister, Karola Fetzer, Christina Islinger, Anneliese Kreißl, Heidi Rainer, Annemarie Mossandl, Michael Rieger, Alber Zitzelsberger, 40 Jahre: Richard Bartel, Maria Huber, Josef Islinger, Gabriele Kerscher, Bernd Maurer, Elisabeth Meier, Martha Scharf, Doris Vanderpoorten, 35 Jahre: Karl Plank, Elfriede Stumpf, 30 Jahre: Petra Stieglmaier, Luise Eißfeller, Sonja Beck, Elisabeth Gebert, Renate Parzl, Franz Mandel, Brigitte Fritsch, Josef Goldbrunner, Gina Mandel, Regina Kiermaier, Jutta Neumayr, Renate Schätz und Hans Hulla, 25 Jahre: Angelika Schneider und Ulrike Sauer.