Sicherheitsbericht 2023
Landau bleibt ein sicheres Pflaster

14.05.2024 | Stand 14.05.2024, 15:00 Uhr

Stellten den Sicherheitsbericht 2023 vor (v.l.): Polizeihauptmeister Jonas Straßl, Polizei-Dienststellenleiter Stephan Lehner, Bürgermeister Matthias Kohlmayer, Ordnungsamtsleiterin Tanja Ringlstetter und Polizeiobermeister Marcel Radwan. − Foto: Holzmann

Landau ist eine lebenswerte und sichere Stadt. Das bekräftigten Polizei und Stadt bei einem gemeinsamen Termin am Dienstag. Thema war der Sicherheitsbericht 2023. Die Fallzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen, ebenso wie die Aufklärungsquote.

Jedoch, das wurde Polizei-Dienststellenleiter Stephan Lehner nicht müde zu betonen, handle es sich dabei um „normale Schwankungen“. 1249 Straftaten hatten die Landauer Beamten 2023 zu bearbeiten, im Jahr zuvor waren es 1264 gewesen. Die Aufklärungsquote sank von 71 Prozent 2022 auf 68,1 Prozent 2023.

Wohnungseinbrüche 2023: Elf statt drei Fälle

Größter Ausreißer in der Statistik ist die Zahl der Wohnungseinbrüche. Diese stiegen von drei im Jahr 2022 auf elf im vergangenen Jahr. „Dazu zählen aber auch Versuche. Und elf ist nicht viel auf das ganze Jahr und den gesamten Bereich der Polizeiinspektion gesehen. Damit bewegen wir uns nun wieder ungefähr auf Vor-Corona-Niveau“, relativiert Polizeiobermeister Marcel Radwan. Trotzdem werde man darauf ein verstärktes Augenmerk richten und auch präventiv, teils in Zivil, Präsenz zeigen.

Ebenfalls ein deutlicher Anstieg ist bei Sachbeschädigungen an Fahrzeugen zu sehen: 46 Mal wurde die Polizei 2023 tätig, 2022 waren es 24 Fälle. „Das ist aber Zufall, 2021 waren es 33 Fälle. Wir sprechen immer noch von einem normalen Rahmen.“

Eine stetige Steigerung verzeichne man seit Jahren bei Verkehrsunfällen (2023: 1457, 2022: 1378). „Die Zahl der Autos nimmt weiter zu, damit auch die der Unfälle“, so Straßl. Dem gegenüber stehen „nur“ zwei Verkehrstote im vergangenen Jahr – in Pilsting und Wallersdorf. „Eine vergleichbar niedrige Zahl“, zeigt sich Lehner dankbar. Wobei die Zahl der Verletzten von 156 auf 216 im vergangenen Jahr gestiegen ist.

Warum sind Zuwanderer oft tatverdächtig?

Die Straftaten durch Zuwanderer seien in Niederbayern auf einem hohen Niveau. „13 Prozent der Bevölkerung hier sind Nicht-Deutsche. Aber bei den ermittelten Tatverdächtigen liegt die Quote bei 36,9 Prozent“, sagt Lehner. Eine mögliche Erklärung liege in der Altersstruktur der Zuwanderer. Lehner: „Viele Eingereiste sind junge Männer. Diese Gruppe verübt statistisch gesehen häufiger Straftaten als zum Beispiel alte Menschen.“

Erfreulich: Die Zahl der Körperverletzungen ist rückläufig. 190 statt 225 weist der Sicherheitsbericht für 2023 aus. Doch auch Beamte würden bei ihren Einsätzen durchaus Gewalt oder Beleidigungen erleben. „30 bis 50 Mal pro Jahr kommt so etwas vor. Aber dabei handelt es sich meist nicht um Schwerwiegendes, vielmehr um Widerstand wie Bespucken oder Schimpfworte. Meist handelt es sich um Menschen in psychischen Ausnahmesituationen, die sich nicht mehr im Griff haben“, erläutert Lehner. Generellen Polizeihass wie in manchen Großstädten sehe er hingegen nicht.

Grundsätzlich sei hier „am Land“ der Respekt vor Polizisten noch spürbar und der Umgang zivilisiert. So sei es auch auf positive Resonanz gestoßen, dass die PI Landau immer wieder zu Fuß im Einsatzgebiet unterwegs war. 37,5 Einsatzstunden wurden im vergangenen Jahr dafür aufgewandt. „Das leistet einen großen Beitrag zum subjektiven Sicherheitsgefühl“, weiß Polizeihauptmeister Jonas Straßl.

Wohlfühlort dank Polizeieinsatz

Der Ratsch über den Gartenzaun, der nette Gruß an Passanten und die Ansprechbarkeit von Mensch zu Mensch – all das sei ein nicht zu vernachlässigender Faktor, wenn es darum geht, sich in seiner Heimat gut geschützt zu fühlen.

Das konnte auch Bürgermeister Matthias Kohlmayer bestätigen, der den Beamten für deren Einsatz dankte. „Zu einem Wohlfühlort Landau gehört auch das Gefühl, hier sicher zu sein. Und dieses Ziel wurde erreicht.“ Sich ohne Angst außerhalb der eigenen vier Wände bewegen zu können, sei Teil der Lebensqualität der Bergstadt.

Auch dankte Kohlmayer den Beamten für deren Betreuung von Großveranstaltungen. „Heuer haben wir mit der BR-Radltour und der 800-Jahr-Feier außergewöhnliche Ereignisse. Es ist schön, dass wir als Stadt uns da auf die Polizei verlassen können.“