Triumph beim Titelrivalen
Sensationelles Finale: Hengersberger Tennis-Damen sind jetzt Bayernligist

11.07.2024 | Stand 11.07.2024, 4:00 Uhr |

Die erfolgreichen Damen mit Fans und Trainer Adrian Preisinger (liegend) freuen sich über den Aufstieg in die Bayernliga. − Foto: Verein

Mit einem sensationellen 8:1-Sieg beim TC RW Straubing holten sich die Damen des TC Hengersberg am letzten Spieltag doch noch die Meisterschaft in der Landesliga 1 und schafften den damit verbundenen Aufstieg in die Bayernliga. Somit spielen nach den Herren nun auch die Damen 2025 in der höchsten bayerischen Spielklasse.

Nachdem die Hengersbergerinnen mit zwei Punkten Rückstand nach Straubing gereist waren, mussten sie 7:2 gewinnen, um die Tabellenführung zu übernehmen. Somit nicht die besten Voraussetzungen und die klare Favoritenrolle lag bei Straubing. Da der Gastgeber in fast allen Saisonspielen mit drei ausländischen Spielerinnen angetreten war, war klar, dass es wohl nur eine kleine Chance auf einen hohen Sieg geben kann, wenn das auch von Seiten Hengersbergs gemacht wird. So schickte Trainer und Coach Adrian Preisinger mit Alice Rusova, Emma Tothova, Emma Slavikova ebenfalls drei Legionärinnen ins Rennen.

Komplettiert wurde die Mannschaft in den Einzeln mit den hochmotivierten heimischen Spielerinnen Tamara Ritzinger, Lara Wagner und Kristina Wagatha. Wie die Feuerwehr legten Ritzinger und Wagatha vor. Hochkonzentriert mit fast fehlerfreiem Tennis siegten sie deutlich. Ritzinger schlug Ribana Sangul mit 6:1, 6:3 und Wagatha gewann gegen die favorisierte Angelina Cerdic mit 6:4, 6:0. Im Zweier-Einzel zwischen Tothova und der Tschechin Gabriela Schiel musste der Match-tiebreak entscheiden und diesen gewann Tothova mit 10:7. Somit lag man mit 3:0 nach der ersten Runde in Führung.

Lara Wagner machte das, was von ihr erwartet wurde. Sie siegte mit 6:4 und 7:6 gegen Chiara Waigand und blieb damit, wie auch Wagatha, über die ganze Saison in den Einzeln ungeschlagen. Im Spitzeneinzel hatte es Rusova mit Tereza Polanska zu tun. Trotz großem Kampf war sie gegen Straubings Spitzenspielerin jedoch chancenlos und musste sich mit 3:6, 0:6 geschlagen geben. Schlecht lief es anfangs auch für Slavikova gegen ihre Landsfrau Julie Pancova. Mit 0:6 ging der erste Satz schnell an Pancova. Doch Slavikova kämpfte sich zurück und gewann Satz 2 mit 6:1, so dass der Matchtiebreak die Entscheidung bringen musste. Mit ihrer unglaublichen Platzpräsenz konnte sie sich diesen mit 10:6 holen und so stand es nach den Einzeln 5:1.

Nun war die Voraussetzung ganz einfach. Die Mannschaft, die zwei von den drei Doppeln gewinnt, ist Meister. Absolut nichts für schwache Nerven! Schnell konnten Rusova/Wagner ihren ersten Satz mit 6:1 gewinnen. Enger war dann aber Satz 2 den sie letztendlich mit 7:5 gegen Polanska/Cerdic für sich entschieden. Zwischenstand somit 6:1. Im Einser-Doppel spielte Hannah Brandl für Wagatha. Zusammen mit Tothova musste sie gegen Schiel/Waigand in den Matchtiebreak. In diesem hatten beide Doppel Matchbälle. Nachdem dieser mit 12:10 gewonnen wurde, war das anfangs fast für unmöglich Gehaltene wahr geworden. Die Meisterschaft war geschafft. Nur ein paar Minuten später beendeten auch Slavikova/Ritzinger gegen Pancova/Sangul ihre Partie siegreich mit 6:3, 6:4. Der Jubel unter den Spielerinnen und auch den mitgereisten Fans war, wie könnte es auch anders sein, riesig und man lag sich überglücklich in den Armen.

Mit einem Sieg im letzten Heimspiel der Saison wollten sich die Herren aller Abstiegssorgen entledigen und dies gelang beeindruckend. Ohne den erkrankten Jonathan Grimm empfing man den Tabellenletzten TTC Bad Wörishofen. In der Besetzung Jakob Aichhorn, Bernd Kößler, David Weber, Philipp Bachmaier, Andreas Kramer und Raimund Knogler ließ man von Anfang an nichts anbrennen. Mit Ausnahme von Bernd Kößler, der es mit Marcel Zimmermann zu tun bekam, siegten alle deutlich in zwei Sätzen. Kößler musste in den Matchtiebreak, den er mit 10:7 gewann. Dabei zeigten beide Spieler Tennis vom Feinsten und begeisterten die Zuschauer. Alle drei Doppel wurden von Bad Wörishofen aufgegeben, so dass am Ende ein 9:0-Sieg stand. Damit stehen die Hengersberger am vorletzten Spieltag auf einem sehr guten 3. Tabellenrang. Zum Saisonfinale reisen sie nach Aschheim. Bei einem Sieg ist sogar noch Platz 2 möglich, was auch hier unglaublich wäre.

− A.L