Chancenlos in Ettmannsdorf
Ohne Zwölf: Deggendorf fehlt ein komplettes Team – Ruhmannsfelden schon wieder im Formtief – Seebach mit perfekter Ausbeute

01.04.2024 | Stand 01.04.2024, 19:19 Uhr

Einen Arbeitssieg feierte der TSV Seebach gegen Luhe-Wildenau: Kapitän Christoph Beck (Hintergrund) brachte den Tabellenzweiten bereits in der ersten Minute in Führung, Patrick Pfisterer legte beim 4:2 mit einem Doppelpack nach, ehe Simon Griesbeck den Deckel drauf machte. − Foto: Stefan Ritzinger

Schon der knappe 1:0-Erfolg am Ostersamstag gegen Osterhofen stand auf wackligen Beinen. Die Quittung kassierte man zwei Tage später im Aufsteiger-Duell bei Ruhmannsfelden. Beim 1:3 erwischen die Lerchenfeldkicker alles andere als einen Sahnetag. Der kurze Höhenflug – er scheint bei der Spvgg schon wieder vorbei zu sein.

Ebenfalls nichts zu holen gab es für die Spvgg GW Deggendorf nach dem furiosen 3:2-Erfolg gegen Sturm Hauzenberg. Im Nachholspiel der Landesliga Mitte bei Schwandorf-Ettmannsdorf stand am Ende ein klarer 3:0-Erfolg für die Platzherren auf der Anzeigetafel.

Dafür ist der TSV Seebach zweifelsfrei das Team der Stunde. Mit zwei Siegen und dem gleichzeitigen Ausrutscher des ärgsten Konkurrenten um Platz 2, dem FC Sturm Hauzenberg, ist die Mannschaft von Coach Manfred Stern nach dem 4:2-Erfolg gegen Luhe-Wildenau jetzt erster Verfolger von Spitzenreiter Spvgg Weiden.


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Seebach – Luhe-Wildenau 4:2 / Tore: 1:0 Christoph Beck (1.); 2:0 Patrick Pfisterer (13.); 2:1 Kilian Schwarzmüller (43./Eigentor); 3:1 Patrick Pfisterer (45.); 3:2 Nico Argauer (83.), 4:2 Simon Griesbeck (90.+3). Gelb-Rot: Marius Weiderer (75./S). SR Marvin Heimrich (Bergrheinfeld); 200 Zuschauer.

Schwandorf-Ettmannsdorf – Deggendorf 3:0: Gleich auf eine gesamte Mannschaft – insgesamt fehlten zwölf Spieler – musste Spielertrainer Dominik Schmöller verzichten. Dazu kamen kurzfristig noch krankheitsbedingt ein paar Absagen. „Dennoch hat sich die Mannschaft im ersten Abschnitt hervorragend verkauft, wenngleich aufgrund der zweiten Halbzeit der Sieg für Ettmannsdorf vollkommen in Ordnung geht“, analysiert Deggendorfs Sportlicher Leiter Andreas Schäfer nach der Partie. Pech für die Grün-Weißen: Vor der Führung behindern sich zwei Deggendorfer gegenseitig. „Und vor dem zweiten Gegentreffer verlieren wir leichtfertig den Ball“, so Schäfer, der mit insgesamt vier Jugendspieler und zwei Akteure aus der Zweiten Mannschaft den Landesliga-Kader auffüllen musste. Tore: 1:0 Johannes Böhm (30.); 2:0 Jeremy Schmidt (44.); 3:0 Kenan Muslimovic (56.). SR Dominik Noegel (Weingarts); 150.

Regenstauf – Ruhmannsfelden 3:1: Wie schon gegen Osterhofen verschläft Ruhmannsfelden die Anfangsphase und liegt schnell 0:2 in Rückstand. Anschließend kämpfen sich die Lerchenfeldkicker zurück in die Partie und können quasi mit dem Halbzeitpfiff auf 1:2 verkürzen. Der Hallo-Wach-Effekt in Durchgang zwei bleibt allerdings aus, was den Sportlichen Leiter Alois Wittenzellner nicht gerade freudig stimmt. „Wir hatten zwar zwei, drei Aktionen, aber keine zwingenden Chancen. Das 3:1 kurz vor Schluss war dann natürlich der Genickschlag.“ Dabei wäre ein Erfolg in diesem Aufsteiger-Duell gegen biedere Platzherren so wichtig für die Spvgg gewesen. „Leider war dieses Wochenende aber eines unserer schlechtesten in dieser Saison“, sagt ein enttäuschter Wittenzellner über den Auftritt der Mannschaft. Tore: 1:0 Maximilian Hupfloher (8.); 2:0 David Moliaf (20.); 2:1 Marco Dachs (45.); 3:1 Santino Biba (88.). SR Simon Stadler (Mariakirchen); 120.

Roding – Bad Kötzting 3:3: Spätestens nach diesem Osterwochenende befindet sich der 1. FC Bad Kötzting im Abstiegskampf. Nach der deutlichen 1:4 Niederlage am Karsamstag bei der Spvgg Lam gab es zumindest am Ostermontag ein kleines Erfolgserlebnis. Beim TB Roding stand es nach hart umkämpften neunzig Minuten 3:3 unentschieden. Gut 300 Zuschauer sahen am Rodinger Esper eine teils vogelwilde Partie. Nach sehr zerfahrenen ersten 30 Minuten hatten die Hausherren hatten die Gastgeber die erste gute Möglichkeit in diesem Match. FC-Keeper Tobias Vogl konnte zunächst eine Hereingabe abwehren, Tobi Bräu setze den Abpralle neben das Tor (30.). Mit dem Pausenpfiff dann die Führung für die Gäste eher aus dem Nichts. Eine abgefälschte Hereingabe landete bei Quriin Huber und der erzielte das 1:0 für die Badstädter (45.). Nach dem Seitenwechsel sollte das Derby dann richtig wild werden. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff traf Rodings Dustin Weikl per Kopf zum Ausgleich. Der ghelt aus Rodinger Sicht allerdings nur sechs Minuten, ehe Quirin Huuber zum zweiten Mal traf. Dieses Mal per Foulelfmeter (56.). Roding reagierte, Schafberger und Voith kamen ins Spiel. Letzterer war nur wenige Minuten auf dem Platz, als er in der 66. Spielminute zum 2:2 Ausgleich traf. Jetzt ging es hin un her. Benesch verzog haarscharf, auf der Gegenseite war es Romminger, der knapp am Tor vorbeizielte. Eine Standardsituation brachte die erneute Führung für die Gäste. Und wieder war es Quruin Huber, der diess Mal unter Mithilfe von Radoings Keeper Faltermeier per direktem Freistoß traf (78.). Die Badstäödter auf der Siegerstraße, doch Roding machte nochmals Druck in den letzten zehn Minuten. Und ein weiterer Joker stach. Tobias Bräu mit einer Flanke und Alexander Schafberger war per Kopf zur Stelle – 3:3 und es waren noch einige Minuten zu spielen. Es wurde hitzig in den Schlussminuten, es hagelte mehrere gelbe Karten. In der 85. Minute war die Partie für Bräu vorzeitig beendet, er musste mit einer Zehn-Minuten strafe vom Feld.
Dann war Schluss am Esper. Am Ende eine gerechte Punkteteilung. Bitter für die Badstädter, die eine dreimalige Führung nicht über die Ziellinie brachten. Tore: 0:1 Quirin Huber (45.); 1:1 Dustin Weikl (51.); 1:2 Quirin Huber (56.); 2:2 Stefan Voith (66.); 2:3 Quirin Huber (79.)3:3 Alexander Schafberger (84.); Patrick Höfer (Feucht); 320.

Lam – Kareth-Lappersdorf 2:2 / Tore: 0:1 Felix Zillner (30.); 0:2 Julian Kessner (52.); 1:2, 2:2 Daniel Gschwendtner (68., 88.). SR Christoph Stühler (Oesdorf); 175.

Tegernheim – Spvgg Landshut 1:2 / Tore: 0:1 Marcus Plomer (9.); 1:1 Dennis Kandsperger (42.); 1:2 Stephan König (70.). SR Rico Spyra (Erding); 70.