Routinier ist der Matchwinner
Perfekter Playoff-Start: Dreierpacker Röthke führt DSC zum 5:1-Sieg gegen Herne

17.03.2023 | Stand 17.09.2023, 0:49 Uhr

Mann des Tages: Mit einem Hattrick führte René Röthke den Deggendorfer SC zum 5:1-Auftaktsieg gegen die Herne Miners. −Foto: Roland Rappel

Einen wahren Playoff-Fight haben sich der Deggendorfer SC und die Herne Miners im ersten Spiel des Eishockey-Oberliga-Achtelfinales geliefert. Am Ende siegte der DSC dank einer souveränen Defensivleistung verdient mit 5:1 (2:0, 0:0, 3:1) vor 2666 Zuschauern, also ausverkauftem Haus. René Röthke durfte dabei einen Hattrick bejubeln.

Deggendorf hatte natürlich den idealen Start in die Partie. Bereits nach 76 Sekunden traf Cheyne Matheson zur DSC-Führung, sein Schuss überraschte Björn Linda. Beide Teams agierten in der Folge defensiv und vorsichtig, die klareren Torchancen hatten allerdings die Hausherren. Petr Stloukal konnte mit einem platzierten Schuss gut zweieinhalb Minuten vor der ersten Pause auf 2:0 erhöhen. Gegen Ende des Drittels gab es auch die ersten Rangeleien, in den Playoffs will schließlich jeder Duftmarken setzen. Das fand im Mittelabschnitt seine Fortsetzung, als Alex Grossrubatscher und Thomas Pielmeier gegen Denis Fominych und Michel Ackers in eine Rangelei verwickelt waren, nachdem die Herner Angreifer für den Geschmack der Deggendorfer zu sehr auf Timo Pielmeier nachgestochert hatten. Zweimal hatten die Fans den Torschrei auf den Lippen, doch beide Male fehlten ein paar Zentimeter.


Hier finden Sie die Fotos vom ersten Achtelfinalspiel an der Trat


Der Schlussabschnitt gehörte dann (fast) ganz alleine René Röthke. Der Routinier schnürte einen Dreierpack. Zwei Mal bewies Röthke seine Qualitäten als Abstauber vor dem Tor (42./52.). Knapp drei Minuten vor dem Ende konterten Lukas Miculka und eben jener René Röthke die Gäste aus Herne eiskalt aus, der 40 Jahre alte Stürmer ließ sich die Gelegenheit freilich nicht nehmen. Zwischendurch konnten die Miners verkürzen: Elvijs Biezais verwandelte einen Penalty. Der Strafschuss kam etwas fraglich zustande: DSC-Verteidiger Ondrej Pozivil wurde zur Last gelegt, dass er seinen Schläger geworfen hatte. Dabei war dem Tschechen mit deutschem Pass sein Spielgerät vorher gebrochen, eine Situation wie sie in jedem Spiel mehrfach vorkommt. Drei Spiele und 55 Minuten blieben die Nordrhein-Westfalen also ohne eigenen Treffer gegen den DSC. Am Sonntag (18.30 Uhr) können die Niederbayern nachlegen, im rund 600 Kilometer entfernten Herne kommt es zu Spiel zwei der best-of-five-Serie.


Achtelfinale 1. Spiel: Deggendorf – Herne 5:1, Rosenheim – Icefighters Leipzig 6:4, Weiden – Füchse Duisburg 7:1, Hannover Scorpions – Füssen 9:2, Tilburg Trappers – Peiting 4:1, Riessersee – Crocodiles Hamburg, Saale Bulls Halle – Memmingen 5:0, Hannover Indians – Höchstadt 1:2.