30 Modelle der italienischen Edel-Karossen
De-Tomaso-Show am Hengersberger Marktplatz

11.06.2024 | Stand 11.06.2024, 11:00 Uhr
Robert Fuchs

Organisator Manfred Fischer (mit Sonnenbrille) bedankte sich mit seinen Unterstützern Manfred Mittermeier (links) und Hermann Himpsl (rechts) bei Bürgermeister Christian Mayer, der den Marktplatz als Bühne für die Sport-Boliden zur Verfügung stellte.

Farbenfrohe Sportwägen haben am Samstagnachmittag die Kulisse des Marktplatzes in Hengersberg geprägt. Gegen 15 Uhr konnten zahlreiche Neugierige ein Schauspiel miterleben, von dem Autoliebhaber träumen. Im Zentrum des Marktes fuhren rund 30 de Tomaso verschiedenster Jahrgänge und Bauarten auf, laut Organisator Maximilian Fischer aus Cham, keiner unter 100000 Euro wert.

Die Fahrzeugpräsentation war Teil eines De-Tomaso-Treffens, zu dem sich Fahrer aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein bereits am Freitagabend im Bernrieder Hof in Bernried zusammenfanden und nach einer Bayerwaldrundfahrt am Samstag einen Zwischenstopp in Hengersberg einlegten. Bürgermeister Christian Mayer trug dafür Sorge, dass die Sportwägen im normalerweise abgesperrten Bereich in der Mitte des Marktplatzes aneinandergereiht abgestellt werden konnten. Schon das war ein Spektakel, dem überraschend viele Besucher beiwohnten, die anschließend auch einen Blick in den Motorraum oder das Cockpit werfen durften und begeistert waren von den zum Teil über 500 PS starken Boliden.

Die weiteste Anreise nahm Roland Jäckl auf sich, der rund 900 Kilometer aus Hamburg zurücklegte, um am Treffen teilnehmen zu können. Besonderes Augenmerk richtete sich auf den de Tomaso von Markus Krammer, einen GT4 Acht-Zylinder aus den 70er Jahren, der als Rennauto mit Straßenzulassung konzipiert wurde. Lokalmatador war Manfred Mittermeier aus Hengersberg, der seinen blitzblank schimmernden de Tomaso Pantera, Baujahr 1980, mit 550 PS und einem Sechs-Liter-V8-Motor präsentierte.

De Tomaso stellte bereits 2003 aufgrund interner Spannungen die Produktion ein. Eine Ruine in Modena, wo der Automobilhersteller seit den 60er Jahren produzierte, ist heute alles, was vom Sportwagenhersteller übrig ist. Heute erinnern nur noch all jene an den Firmennamen, die sich diesem wunderschönen, aber auch teurem Auto verschrieben haben. In den Anfangsjahren rettete Alejandro de Tomaso, gebürtiger Argentinier, sogar Maserati vor dem Untergang und schuf mit seiner eigenen Sportwagenmarke einen Mythos, der von den Oldtimer- und De-Tomaso-Freunden bis heute aufrechterhalten wird. „Es war unser erstes größeres Treffen“, erklärte Maximilian Fischer, der sich mit einem GT 5S aus den 90er Jahren, ausgestattet mit 550 PS-Motor, einen Kindheitstraum erfüllte. „Es wird nicht das letzte Mal sein“, fügte er an und gab zu verstehen, dass die bekannteste Marke von de Tomaso der Pantera ist, der insgesamt nur 7260 mal produziert wurde.

Nach dem Abstecher ins Café Gotthard zog die Auto-Karawane gen Bernried weiter, wo man den Abend gemütlich ausklingen ließ. Vor der Ankunft in Hengersberg besuchten die Tomaso-Freunde das Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck sowie das Automuseum Streicher in Stritzling.