Salzburg gastiert in San Sebastian
Wenn’s perfekt läuft, ist Platz 3 fix – „Rote Bullen“ wollen in Europa überwintern

29.11.2023 | Stand 29.11.2023, 7:42 Uhr

Salzburg-Stürmer Roko Simic (links) sah sich im Hinspiel gegen Real Sociedad einer unlösbaren Aufgabe gegenüber, rechts Mohamed Ali Cho. − Foto: Bittner

Das Champions-League-Hinspiel gegen Real Sociedad in Wals-Siezenheim war eine extrem einseitige Angelegenheit: Kaum ein zweiter Gegner hat den FC Red Bull Salzburg schon einmal derart beherrscht wie die Spanier am 3. Oktober – Endstand 0:2 aus Sicht der Crew von Coach Gerhard Struber. Am Mittwoch, 29. November, ab 21 Uhr steht im Estadio Anoeta von San Sebastian das Retourmatch auf dem Programm, der 5. Spieltag der Gruppe D. Die Basken sind durch, genauso wie Inter Mailand – heißt: Achtelfinale.

Ist die Tatsache, dass es für die Gastgeber nur noch um die Ehre geht, ein Vorteil für die Mozartstädter? Die wollen letztlich Rang 3 und somit die Qualifikation für die Europa League sichern. Mitnichten: Denn die Spanier können Gruppensieger werden und somit eine vermeintlich leichtere Auslosung ergattern. Auf der anderen Seite würde die Salzburger schon ein Remis etwas näher Richtung europäischem Überwintern bringen. Wenn Benfica zeitgleich gegen Inter verliert, sogar fixieren. Schließlich gibt es als Abschluss am 12. Dezember das Heimspiel – möglicherweise ein Finale um Rang 3 – gegen Lissabon, das aktuell noch bei null Punkten stehen.

Derzeit auf Platz 5 der Primera Division

Real Sociedad überzeugt in dieser Gruppenphase mit einem geschlossen starken Team, aus dem kein Profi-Name sonderlich heraussticht. Die Harmonie stimmt – bei Trainer Imanol Alguacil und seinen Leuten, die über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügen. Die Spanier mischen auch in der starken Primera Division an der Spitze mit. Nach einem 2:1 am vergangenen Wochenende daheim gegen den FC Sevilla liegt das Team auf Rang 5.

„Es kann nun eine Entscheidung geben, wir denken aber nicht eine Sekunde daran. Unser alleiniger Fokus gilt dem schwierigen Match bei einem Top-Gegner. Dabei wollen wir unser Spiel auf den Platz bringen und unter Beweis stellen, dass wir dort bestehen können“, sagt Salzburg-Coach Gerhard Struber. In seinem Kader, der am Dienstag ins französische Biarritz flog und von dort mit dem Bus an die nahe Atlantikküste an der Biskaya weiterfuhr, fehlen aktuell Samson Baidoo, Fernando, Maurits Kjaergaard, Bryan Okoh, Oumar Solet, Aleksa Terzic und Lukas Wallner. Dijon Kameri, Sekou Koita und Andi Ulmer standen diese Woche wieder im Training.

− bit