Das Beste aus der Situation gemacht
Superbiker Philipp Öttl aus Ainring nach technischen Problemen in Misano auf den WM-Rängen 17, 19 und 15

17.06.2024 | Stand 17.06.2024, 12:42 Uhr |

Motorrad-Profi Philipp Öttl aus Ainring holte in Misano das Letzte aus seiner Yamaha raus. − Foto: Öttl Motorsport

Das vierte Superbike-WM-Wochenende ist auf dem Circuit Marco Simoncelli über die Bühne gegangen. Für Philipp Öttl war’s bereits das elfte Mal, dass er in einer Weltmeisterschaft in Misano (Italien) an den Start ging. Zuvor war der Ainringer Motorrad-Profi dort bereits in den WM-Klassen Moto3, Moto2 und Supersport am Start.

Das Wetter präsentierte sich an allen drei Veranstaltungstagen sommerlich warm mit Temperaturen bis 30 Grad. Die Freien Trainings begannen für den Fahrer des Teams GMT94 Yamaha allerdings nicht erfreulich: Nach lediglich fünf Runden musste Öttl sein Bike wegen eines technischen Problems am Motor in der Box abstellen. Damit verpasste er fast das ganze Training, um eine gute Abstimmung zu erarbeiten – auf Rang 20 hatte er eineinhalb Sekunden Rückstand. Im Qualifying konnte die Crew die Abstimmung für den 28-Jährigen nicht erfolgversprechend anpassen. Mit Startplatz 22 war die Enttäuschung groß.

Doch wie so oft konnte sich der einzige deutsche WM-Pilot im Rennen steigern. Öttl passte seinen Fahrstil optimal an und verbesserte sich nach 21 Runden immerhin auf Rang 17. Den Sprint über die halbe Renndistanz beendete der Ainringer an 19. Position. Im zweiten Rennen zeigte der Yamaha-Fahrer erneut eine kämpferisch starke Leistung, setzte er sich in einer Gruppe von vier Fahrern durch und holte mit Platz 15 den letztmöglichen WM-Zähler.

„Das Wochenende begann mit dem Motordefekt unglücklich. Ein Superbike ist in der Abstimmung sehr komplex, man braucht jede Runde, um es zu optimieren. Diesen Rückstand konnten wir nicht mehr nicht wettmachen“, so der Ainringer, der schließlich noch einen WM-Zähler ergattern konnte. „In den Rennen habe ich am meisten gelernt und besser verstanden, wie ich meine Yamaha bestmöglich fahren muss. Das sollte uns in den nächsten Bewerben helfen, um weiter nach vorn zu kommen“, so Öttl weiter. Die Superbike-WM sei in seinen Augen hart umkämpft. „Wenn eine Kleinigkeit nicht passt, ist man nicht konkurrenzfähig.“

Mitte Juli geht’s mit den nächsten Rennen auf der Traditionsstrecke von Donington in England weiter.

− bit