Überragender Schlussspurt
„Ich freue mich echt wahnsinnig“: Pidingerin Katharina Trost schnappt sich DM-Titel über 1500 Meter

10.07.2023 | Stand 14.09.2023, 21:38 Uhr

Katharina Trost kann es nicht glauben: Dank eines starken Schlussspurts hat sich die 28-Jährige bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel gegen Seriensiegerin Hanna Klein (rechts) durchgesetzt und den Titel geschnappt. −F.: imago images

Katharina Trost schlägt die Hände vors Gesicht. Die 28-jährige Pidingerin hat es tatsächlich geschafft – Deutsche Meisterin über 1500 Meter. Dank eines überragenden Schlussspurts ist sie an Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen), die sich den Titel zuvor dreimal in Serie geschnappt hatte, noch vorbeigezogen und in Kassel als Erste über die Ziellinie gelaufen. Nach Rang 1 bei den Hallenmeisterschaften im Februar über die selbe Strecke war es der zweite große Erfolg in diesem Jahr für die Mittelstrecklerin, die in der bayerischen Landeshauptstadt lebt und für die LG Stadtwerke München an den Start geht.

„Ich freue mich echt wahnsinnig“, so eine überglückliche Trost nach dem Rennen. In diesem hatten sich die Favoritinnen in den ersten Runden noch zurückgehalten. Vera Coutellier (ASV Köln) gab das Tempo vor. Als die letzten 400 Meter anbrachen, zog Klein das Tempo an und ging nach vorn. Die Einzige, die da noch mithalten konnte, war Trost. „Ich habe beschlossen, locker zu bleiben, entspannt mitzugehen, alles in die Zielgerade zu legen und zu hoffen, dass es klappt“, erklärt die Oberbayerin. Und der Plan ging auf. Bis zur letzten Kurve blieb Trost im Windschatten, ehe sie die Attacke startete und mit ein paar Metern Abstand in 4:09,05 Minuten vor Klein (4:09,88) gewann. Dritte wurde Nele Weßel (Eintracht Frankfurt/4:13,12).

„Es läuft jetzt deutlich leichter, da ich die letzte Prüfung meines Staatsexamens vor ein paar Wochen abgelegt habe“, erzählt Trost, die erst am 28. Juni ihren 28. Geburtstag gefeiert hat. „Es ist zwar noch Schule in Bayern, aber der Prüfungsdruck ist weg. Ich hoffe, dass jetzt noch einiges drin ist.“ Der Blick geht bereits auf die kommenden Weltmeisterschaften, die von 19. bis 27. August in Budapest über die Bühne gehen. „Ich habe noch zwei Wettkämpfe an den nächsten zwei Wochenenden und hoffe, dass es über die Weltrangliste reicht, dass ich nominiert werde für die WM. Auch was das Training angeht ist noch viel drin. Gerade in der Prüfungsphase mussten wir das Training oft an meinen Zustand anpassen. Ich hoffe, dass die Form jetzt nach oben zeigt.“

− aic