Dorftreff war bestens besucht
Großes Interesse in Leobendorf am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

15.05.2024 | Stand 15.05.2024, 19:00 Uhr

Vollbesetzt war das Wirtshaus in Leobendorf beim ersten Dorftreff. − Foto: Gabriele Hirche

Die Leobendorfer nehmen sich der Zukunft ihres Dorfs an: Diesen Eindruck musste gewinnen, wer am Samstag ins vollbesetzte Wirtshaus Leobendorf (Landkreis Berchtesgadener Land) blickte.

Kein Stuhl blieb leer, als die Initiatoren und Organisatoren Thomas Netter, Michael Spitzauer und Peter Kaubisch die Mitbürger begrüßten. Sie informierten Bürgerinnen und Bürger aus allen Ortsteilen über den Stand der Vorbereitungen zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ (ehemals „Unser Dorf soll schöner werden“).

Thomas Netter berichtete, dass die Zeit bis zur Ortsbegehung der Jury am 11. Juni um 15 Uhr zwar kurz sei. Zugleich sei das Engagement im Dorf von Seiten der Vereine und vieler freiwilliger Unterstützer aber „so groß“, dass sich Leobendorf beim Wettbewerb auf Bezirksebene bestimmt nicht verstecken müsse. Leobendorf sei „ein aktiver, attraktiver und schöner Ort, der uns und unseren Kindern in der Zukunft einen lebenswerten Platz bietet“, sagte Netter.

Die Vorstände der Vereine hatten sich im Laufe der Woche schon auf die verschiedensten Aktivitäten am 11. Juni verständigt. Grundschule und Kindergarten sind ebenfalls eingebunden. Thomas Netter rief alle Anwesenden auf, sich einzubringen und ihre Ideen für eine Weiterentwicklung kundzutun. Der Laufener Stadtrat unterstützt den Wettbewerb ebenfalls und besprach das Thema in der Sitzung am Dienstag.

Wichtig war den Initiatoren auch, dass es sich bei dem Wettbewerb um einen „Entwicklungsprozess“ handelt, der mit dem Wettbewerb auf Bezirksebene beginnt – und dann auf Landes-, Bundes- sowie auf EU-Ebene weitergeführt werden wird.

Rundgang mit Jury am 11. Juni: Das ist geplant



Peter Kaubisch, der zusammen mit seinem Vater eine Chronik über Leobendorf geschrieben hat, und die Begehung maßgeblich organisiert, informierte dann über den geplanten Rundgang am 11. Juni. Beginnend beim neu erbauten Musikheim wird die Jury über den Sportplatz, das Eisstock-Gelände, den Tennisplätzen und dem neuen Feuerwehrhaus ins Dorf geführt und dann über Kindergarten, Spielplatz, Römerstraße, Grundschule, Kirche und Dorfplatz zum Wirt begleitet. Bis zum 11. Juni ist auch noch eine Dorfzeitung geplant.

Stadtrat Michael Spitzauer (Grüne) betonte, wie er sich über diese Aktion freue, wie gut Leobendorf aufgestellt sei und wie offen das Dorf neu hinzugezogene Bürgerinnen und Bürger aufnehme. 17 unterschiedliche Nationen wohnen inzwischen friedlich in diesem kleinen Ort, stellte der ehemalige Bürgermeisterkandidat zufrieden fest. Auch vom Landkreis Berchtesgadener Land wird der Wettbewerb unterstützt: Kreisfachberater Sepp Stein wird sich um den Bereich Grüngestaltung und -entwicklung kümmern und warb für die Zertifizierung von Naturgärten, die bei ihm beantragt werden kann (kreisgartenfachberatung@lra-bgl.de). Stadträtin Gabriele Hirche (SPD) wird sich um die Themen Nahversorgung und wirtschaftliche Initiativen kümmern, heißt es im Bericht von der Versammlung.

Bei „guter Stimmung“ seien die Fragen der Anwesenden beantwortet worden, wurden in Gruppenarbeit Ideen zu den verschiedenen Themen gesammelt. Zudem riefen die Organisatoren dazu auf, sich aktiv in den Prozess einzubringen. „Der Wettbewerb ist eine gute Chance, dass Leobendorf noch näher zusammenwächst“, betonte Peter Kaubisch unter dem Beifall aller Anwesenden.

− red