Kontrolle an der A8
Grenzpolizei stellt unterschlagenen Audi, zwei E-Bikes und Tilidin in Anger sicher

03.04.2024 | Stand 03.04.2024, 15:32 Uhr

Diese Reise hätte sich der 36-jährige Fahrer wohl anders vorgestellt: Der Mann muss sich vom Audi A6, von der Kettensäge und von zwei E-Bikes trennen. − Foto: Grenzpolizei Piding

Schleierfahnder der Grenzpolizei Piding haben am Dienstagnachmittag in Anger (Berchtesgadener Land ) einen unterschlagenen Audi A6, eine Kettensäge, zwei E-Bikes und knapp 50 Tabletten des Schmerzmittels Tilidin sichergestellt.

Wegen Unterschlagung: Audi zur Sicherstellung ausgeschrieben



Ein Audi A6 mit deutscher Zulassung auf einem gesperrten Parkplatz der A8, Höhe Anger, erweckte das Interesse der Beamten. Während die Frau mit ihren drei Kleinkindern im Auto wartete, war der 36-jährige Begleiter gerade dabei, sich mit dem Hund die Beine zu vertreten. Bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Audi wegen Unterschlagung zur Sicherstellung ausgeschrieben war.

Wie die weiteren Ermittlungen ergaben, hatte sich der 36-Jährige das Auto vor über einem Jahr mittels Finanzierung angeschafft. Seitdem hatte er es offenbar versäumt, den monatlichen Zahlungen nachzukommen.

Rahmennummer von E-Bike entfernt



Damit nicht genug, entdeckten die Schleierfahnder zwei auf einem Heckträger montierte E-Bikes. Wie sie feststellten, war eines der beiden Räder vor über einem Jahr in Ingolstadt als gestohlen gemeldet worden. Das zweite hochwertige Fahrrad konnte zum Kontrollzeitpunkt nicht näher überprüft werden, da hier offenbar vorsätzlich die Rahmennummer entfernt wurde.

Die Ermittlungen zu dessen Herkunft dauern daher noch an, wie die Beamten berichten. Gleiches gilt für eine Kettensäge, die im Kofferraum unter dem Reisegepäck lag. Hierfür hatte der Mann keinen Eigentumsnachweis.

Bekannter holt die Familie ab



Darüber hinaus haben die Beamten knapp 50 Tabletten des Schmerzmittels Tilidin entdeckt, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Ein ärztliches Rezept konnte der Mann ebenfalls nicht vorweisen. Der 36-jährige Fahrzeughalter muss sich wegen Verstößen nach dem Strafgesetzbuch und dem Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Nach den polizeilichen Maßnahmen holte ein Bekannter die Familie ab. Die weiteren Ermittlungen übernimmt das sogenannte Fachkommissariat 10 der Kriminalpolizei Traunstein.

− red