Einmal mit beiden Söhnen auf dem Platz
Dauerläufer Bernd Spiegelsperger letztmals im SVO-Trikot – Und warum seine Frau dabei siegte

27.05.2024 | Stand 27.05.2024, 17:05 Uhr

Papa Bernd Spiegelsperger (Mitte) freut sich mit seinen beiden Söhnen Luis (19, links) und Felix (23) über den gemeinsamen Einsatz im SVO Trikot. − Foto: Emig

Über viele Jahre war er als Außenverteidiger des SV Oberteisendorf auf den Fußballplätzen in der Region bekannt und beliebt. Mit dem Saisonende in der C-Klasse 6 beendete Bernd Spiegelsperger nun im gesetzten Fußballeralter von 50 Jahren seine aktive Laufbahn. Zum Abschied bekam er vom Coach der dritten SVO-Mannschaft, Johannes Bachmaier, ein besonderes Geschenk. Gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Felix (23) und Luis (19) durfte er im letzten Heimspiel gegen die F-Town Kickers fast eine Halbzeit lang auf dem Feld stehen.

„Man sitzt vor dem Spiel mit lauter 18- bis 25-Jährigen in der Kabine und ist auch mit 50 immer noch aufgeregt, auch nach so langer Zeit“, berichtet der Polizist von der Vorbereitung auf sein letztes Match im Oberteisendorfer Dress. Konditionell habe er locker mithalten können, „doch an der Schnelligkeit und Spritzigkeit hapert es mittlerweile“, schmunzelt Spiegelsperger.

Trotz der Niederlage – die F-Town Kickers hatten kurz vor Spielende noch den 2:1-Siegtreffer erzielt – war dem 50-Jährigen nicht nach Trauer zumute. „Es war einfach super heute. Ein sehr schönes, lustiges Spiel und ein fairer Gegner, der das Spiel verdient gewonnen hat“, resümierte der frisch gebackene Fußballrentner.

Und was sagten die Söhne zum Erlebnis mit dem Papa auf dem Spielfeld? „Er war Feuer und Flamme“, wusste der 23-jährige Felix und fügte an, dass „er auch gar nicht so schlecht gespielt hat“, nachdem er in der zweiten Halbzeit gemeinsam mit seinem Vater die linke Außenbahn des SVO abgesichert hatte. Der 19-jährige Luis freute sich ebenfalls über das generationenübergreifende Familien-Trio. „Papa konnte es kaum erwarten, dass ich endlich im Herrenbereich spielen und er dann noch einmal mit uns für den SVO auflaufen darf.“ Es sei nun umso schöner, dass es noch im letzten Saisonspiel geklappt hat. Im Hause Spiegelsperger gab’s übrigens noch eine Siegerin: „Meine Frau Moni hat gewonnen, weil ich zum Glück unverletzt geblieben bin“, lachte Bernd Spiegelsperger und verabschiedete sich verschwitzt und glücklich zum letzten Mal in die SVO-Kabine.

− mem