Einsatz endet in Österreich
Bergsteigerin (60) am Hohen Göll vermisst: Suchaktion in Berchtesgadener Alpen mit traurigem Ausgang

31.05.2024 | Stand 31.05.2024, 20:26 Uhr |

 − Symbolbild: dpa

Seit Donnerstagvormittag wurde eine 60-jährige Bergsteigerin in Schönau am Königssee (Berchtesgadener Land) vermisst. Sie wollte zum „Hohen Göll“, seitdem fehlte jede Spur von ihr. Eine groß angelegte Suchaktion endete am Freitagnachmittag mit traurigem Ausgang.



Die Vermisste aus Übersee am Chiemsee (Kreis Traunstein) war mit dem Auto angereist und parkte am Parkplatz Hinterbrand. Anschließend machte sie sich alleine auf den Weg zum „Hoher Göll“. Seitdem fehlte jede Spur von der Vermissten.

Tour zum Hohen Göll anstrengend

Die Tour zum Gipfel des Hohen Göll gilt als lang und anstrengend. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gute Kondition sind laut diverser Bergsteiger-Portalen empfehlenswert.

Aufgrund der Umstände wurde durch die Alpine Einsatzgruppe der Bayerischen Grenzpolizei in Zusammenarbeit mit der Bergwacht Berchtesgaden ein groß angelegter Sucheinsatz gestartet. Mehrere Teams aus Bergwacht und Alpinpolizisten suchten die naheliegenden Steige in der vermuteten Region und im alpinen Gelände ab. Aufgrund des schlechten Wetters mit Nebel und Regen konnte die Suche nicht durch einen Polizeihubschrauber aus der Luft unterstützt werden. Da das abzusuchende Gebiet nahe der Grenze zu Österreich und des Carl-von-Stahlhauses lag, wurde parallel dazu mit der österreichischen Alpinpolizei Hallein Kontakt aufgenommen und von dort aus eine Suche durch die Bergrettung Golling im Bluntautal organisiert.

Am späten Freitagnachmittag schließlich die Nachricht: die Frau wurde auf österreichischer Seite gefunden. Was die Polizei in der Erstmeldung nicht dazuschreibt: Durch österreichische Suchkräfte konnte sie nur mehr tot aufgefunden werden. Die weiteren Ermittlungen werden durch die örtlich zuständige Alpine Einsatzgruppe Hallein geführt.

− lai