Chemiekonzern zieht um
Wacker eröffnet neue Zentrale am Münchner Ostbahnhof

14.06.2024 | Stand 14.06.2024, 9:33 Uhr |

Viel Glas, viel Sichtbeton und dänisches Design stecken in der neuen Konzernzentrale des Chemiekonzerns Wacker. − Foto: Wacker

Der Name ist Programm: „Wacker House“ heißt die neue Konzernzentrale des Chemiekonzerns Wacker am Münchner Ostbahnhof, die am Donnerstag bei einem Festakt in Beisein von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eröffnet wurde. Der funktionale und gleichzeitig schmucke Neubau ist das Werk des dänischen Architekturbüros C. F. Møller.

„Und es steckt übrigens auch viel Wacker drin“, verdeutlichte Vorstandschef Christian Hartel angesichts der vielen Baustoffe von Wacker, die beim Bau verwendet wurden. „Beispielsweise imprägniert unser Silres den mineralischen Untergrund und schützt ihn damit vor Feuchtigkeit.“

Wacker gibt für die neue, rund 18000 Quadratmeter große Konzernzentrale seinen bisherigen Stammsitz in Neuperlach auf. Dieser sei schlicht „in die Jahre gekommen“, meinte Konzernchef Hartel – und zwar weniger von der Bausubstanz her, sondern vielmehr, was die Raumkonzepte angeht. Waren in der bisherigen Konzernzentrale Einzelbüros die Regel, so gibt es im Neubau nun zeitgemäße Arbeitswelten mit Gemeinschaftsbüros, aber auch Kreativ- und Arbeitsräume, in die sich die rund 600 Mitarbeiter, die am Stammsitz arbeiten, zurückziehen können. Nebenbei rückt Wacker mit dem Neubau gefühlt auch noch näher an den wichtigsten Produktionsstandort Burghausen heran, der mit der Bahn vom Ostbahnhof in 90 Minuten erreichbar ist.

Söder: „Industrielles Aushängeschild Bayerns“

Auch Ministerpräsident Söder lobte ausdrücklich den Standort Burghausen mit seinen 8000 Mitarbeitern als „überragend starken Standort“, der – so wie Wacker insgesamt – eines der „industriellen Aushängeschilder Bayerns“ sei. Der CSU-Chef dankte dem Chemiekonzern für die Standorttreue und versprach, alles zu tun, damit dieser auch weiter die Bedingungen vorfindet, die für erfolgreiches wirtschaftliches Handeln notwendig sind – etwa, was eine Versorgung mit günstigem, grünen Strom angeht. Hier sei mit dem Ja aus Marktl zum geplanten Windpark am Wochenende ein weiterer Schritt erfolgt.

Wacker hat für den Neubau einen dreistelligen Millionenbetrag investiert, will aber keine genauen Zahlen nennen. Eigner ist die Wacker Pensionskasse. Von ihr mietet der Konzern das Gebäude.