Baustellen in Burghausen
„Keine Totengräberstimmung verbreiten“: So plant Berg nach dem Verletzungsschock um Hyseni und Winklbauer

28.09.2023 | Stand 28.09.2023, 18:14 Uhr

Thomas Winklbauer wird am Donnerstag operiert.  − Foto: mb-presse

Der SV Wacker Burghausen muss vor dem Heimspiel am Freitagabend gegen Nürnberg II (19 Uhr) bittere Nachrichten hinnehmen. Mit Edin Hyseni und Thomas Thomas Winklbauer fallen zwei Spieler lange aus beim Fußball-Regionalligisten.

Edin Hyseni zog sich im Spiel einen Kreuzbandriss zu und wird definitiv mehrere Monate ausfallen. Der 21-Jährige, der in dieser Saison eine feste Größe auf der rechten Offensivseite der Salzachstädter war, wird sich demnächst deshalb einer Operation unterziehen müssen.

Auch bei Thomas Winklbauer (24), den seit ein paar Wochen Schmerzen plagen, wurde nun nach umfassenden Untersuchungen eine Syndesmoseverletzung diagnostiziert. Er wird bereits am Donnerstag operiert. Winklbauer ist der Top-Torschütze seines Teams. Der 24-jährige Angreifer, der bisher fünf Treffer erzielen konnte, fällt mindestens acht Wochen aus und wird wohl vor der Winterpause kaum mehr zum Einsatz kommen.

Trainer Robert Berg wird nun kreativ sein müssen, um die Lücken zu schließen, die durch die Verletzungen entstanden sind. Von Seite der Wacker-Verantwortlichen heißt es, man werde „nun noch intensiver den Markt der vereinslosen Spieler analysieren, um hier schnellstmöglich Ersatz zu finden“.

Zur sportlichen Herausforderung – Burghausen hängt min 10 Punkten im Tabellenkeller fest − kommen nun auch noch Personalsorgen. „Da haben wir natürlich schon einige Baustellen, da Andrija wegen seiner Fußverletzung auch noch nicht so weit ist und Sebastian Niedermayer ohnehin noch ausfällt“, sagt Berg. „Bei vier so gravierenden Ausfällen in der Offensive hätte jeder andere Mannschaft der Liga auch ein Thema. Es nutzt aber nichts, wenn wir hier jetzt Totengräberstimmung verbreiten, vielmehr müssen wir positiv bleiben.“

Der neue Chefcoach, der mit einem Sieg gegen Fürth II und einer Niederlage in Würzburg in sein Amt gestartet ist, muss die Mannschaft nun auf diversen Positionen umbauen und wird wohl zudem auch noch Alex Spitzer ersetzen müssen, der aufgrund von Problemen mit den Adduktoren maximal von der Bank kommen kann: „Wir haben noch 15 oder 16 gesunde Feldspieler, da müssen wir natürlich hoffen, dass nicht noch einer wegen Krankheit oder so wegfällt. Grundsätzlich haben alle Spieler im Kader den Anspruch, dass sie Regionalliga spielen können. Das können sie nun zeigen, wobei ich auch sagen muss, dass sich die jungen Spieler in den letzten Wochen entwickelt haben und allmählich angekommen sind.“

Wichtig ist dem Trainer, dass seine Mannschaft die Fehler abstellt, die in Würzburg zu den Gegentoren geführt haben und dass die Truppe mehr Torgefahr bei den Standards entwickelt: „Da haben wir sowohl bei den Schützen, als auch hinsichtlich der Körpergröße schon unsere Qualitäten, das kann ein gutes Mittel sein. Grundsätzlich gehe ich mal davon aus, dass wir gegen Nürnberg nicht fünf Tore schießen werden, also muss unser Augenmerk darauf ausgerichtet sein, dass wir hinten stabil stehen und eben keine Fehler machen. Wir müssen es, wie gegen Fürth, mit Gewalt erzwingen, brauchen maximalen Willen und müssen läuferisch alles abrufen, was wir im Tank haben. Wenn uns das gelingt und wir zusammen alles reinwerfen, bin ich zuversichtlich, dass wir auch gegen Nürnberg etwas holen können.“

− red/mb