HELMBRECHT 2025: Die Abteilungen stellen sich vor
Pferdige Schauspieler und ihre Reiter

08.06.2024 | Stand 08.06.2024, 5:00 Uhr |

Laura Jantke ritt mit neun Monaten das erste Mal auf einem Pferd.  − Fotos: Privat

Im Sommer 2025, in dem Jahr, in dem die Stadt Burghausen 1000 Jahre urkundliche Erwähnung feiert, steht als Herzstück der Feierlichkeiten eine Neuauflage der Helmbrecht-Freiluftspiele an. Die ganze Bevölkerung ist eingebunden und engagiert sich in verschiedenen Abteilungen. Diese werden in einer monatlichen Serie kurz vorgestellt. Im achten Teil erzählt die Reiterei.

Was macht die Abteilung generell?
Reiterei: Wir kümmern uns um die pferdigen Schauspieler und ihre Reiter, organisieren Treffen und Training und kümmern uns um die artgerechte Haltung, Versorgung und das Wohlergehen von Pferd und Reiter vor Ort. Wir arbeiten eng mit Regie, Produktion und Sicherheit zusammen, um alle Wünsche verwirklichen zu können. Wir bringen die ganz unterschiedlichen Pferde und ihre Reiter zurück ins Mittelalter, so dass wir alle gemeinsam eine tolle Reise in die Vergangenheit erleben dürfen.

Wer steht hinter der Abteilung?
Reiterei: Wir sind eine bunt gemischte Gruppe unterschiedlicher Reiter und pferdebegeisterter Menschen. Die Pferde sind von 1,50 m bis 1,88 Meter groß und zwischen fünf und 27 Jahren alt. Die Reiter und Reiterinnen sind erfahrene Showhasen oder solche, die es gerne werden wollen. Eine große Vielfalt an verschiedenen Pferd- , Reiterpaaren und natürlich ein Vielzahl an Helfern. Die Abteilungsleitung teilen sich Laura Jantke und Kerstin Hüller. Kerstin ist Pferdephysiotherapeutin und Osteopathin. Laura ist Reiterin und von Pferden begeistert, seit sie denken kann. Ihren ersten Ausritt hatte sie mit neun Monaten.

Was reizt euch an der Arbeit?
Reiterei: Die Arbeit mit Pferden ist immer eine ganz besondere, auch wenn man nicht selbst auf dem Pferd sitzt. Wir freuen uns sehr, die tierischen und unsere reiterlichen Bedürfnisse in Einklang zu bringen mit einem Stück, einer Welt, die schrittweise entsteht und so greifbar wird. Also ein Teil von Helmbrecht 2025 zu sein. Als Physiotherapeutin sind für Kerstin natürlich auch das körperliche und mentale Wohlergehen mit die wichtigsten Punkte.

Welche Aufgaben stehen als Nächstes an?
Reiterei: Wir haben nun unseren finalen Trainingsort gefunden, mit dem wir zufriedener nicht sein könnten, das Stiegergut in Haiming. Mit Nadine Stieger begrüßen wir so auch eine weitere Pferdefrau in unserer Reitabteilung. Dem Trainingsbeginn steht also nichts mehr im Weg. Der Start war ein gemeinsamer Ausritt, weiter geht es mit Gewöhnen an Applaus, laute und plötzliche Geräusche und Bewegungen sowie Feuer, Nebel und Pyrotechnik.

Worauf freut ihr euch bei den Helmbrecht-Aufführungen am meisten?
Reiterei: Action und das geordnete Chaos. Wir lieben die Geschäftigkeit und das Treiben auf und hinter der Bühne und das große Bestaunen der Inszenierung. Ein Teil von etwas Großem zu sein und die mitreißenden Emotionen einer Darbietung vor, während und nach dem Stück. Die eigene Weiterentwicklung und wie wir als derzeit sehr heterogene Gruppe zusammenwachsen. Der erste Schritt dahin bildet unser neu gegründeter Stammtisch.


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