In Mehrfamilienhaus in Burghausen
Kind (4) lebensgefährlich verletzt: Eigene Mutter soll es nachts mit Messer angegriffen haben

22.05.2024 | Stand 23.05.2024, 11:30 Uhr

In einem dieser Wohnblöcke in Burghausen ereignete sich die Tat. − Foto: fib/MK

Nächtlicher Einsatz in einem Mehrfamilienhaus in Burghausen (Landkreis Altötting): Eine 35-Jährige soll in den frühen Morgenstunden die eigene Tochter mit einem Messer attackiert haben. Die Vierjährige wurde schwer verletzt – die Kripo ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdeliktes.



Wie die Polizei am Vormittag mitteilte, wurde am Mittwoch gegen 3.50 Uhr über die Integrierte Leitstelle Traunstein mitgeteilt, dass in Burghausen eine Frau ihr vierjähriges Kind verletzt habe. Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte, wählten Angehörige, die in der selben Wohnung waren, den Notruf. Bei Eintreffen der sofort alarmierten Rettungskräfte konnten bei dem Mädchen erhebliche Schnitt- bzw. Stichverletzungen im Bereich von Hals und Gesicht festgestellt werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen besteht den Beamten zufolge gegen die Frau der Verdacht, in der Wohnung zu einem Messer gegriffen und hiermit ihre Tochter durch mehrere Stiche und Schnitte im Bereich des Halses sowie im Gesicht erheblich verletzt zu haben. Die dringend Tatverdächtige konnte bei Eintreffen der polizeilichen Einsatzkräfte vorläufig festgenommen werden.

Kind wurde sofort operiert



Das vierjährige Mädchen wurde mit schweren Verletzungen durch eine Rettungswagenbesatzung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Dort wurden die zu diesem Zeitpunkt lebensgefährlichen Verletzungen sofort operativ versorgt.

Die ersten Ermittlungen vor Ort erfolgten durch die örtlich zuständige Polizeiinspektion Burghausen mit Unterstützung der Polizeiinspektion Altötting. Noch am selben Morgen übernahm der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein vor Ort die weiteren Untersuchungen. Unterstützt vom Fachkommissariat für Spurensicherung wird das Verfahren nun durch das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizeistation Mühldorf am Inn bearbeitet.

Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein erfolgen jetzt die weiteren Ermittlungen gegen die 35-jährige deutsche Staatsangehörige wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes.

Einem Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein folge am Mittwochnachmittag ein Ermittlungsrichter und erließ einen Unterbringungsbefehl gegen die Verdächtige. Die 35-Jährige sei laut Polizei in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht worden.

„Hintergründe und Motiv der Tat sind jetzt unter anderem Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen, weshalb diesbezüglich noch keine Aussagen getroffen werden können“, so die Polizei.

− che