Burgkirchen/Alz
Keine Wahlmöglichkeit bei Gelben Tonnen

Der „Grüne Punkt“ lehnt den Wunsch aus Burgkirchen ab – Begründung: Unkalkulierbare Kosten

20.09.2023 | Stand 20.09.2023, 22:00 Uhr

Eine Gelbe Tonne steht in Gendorf auf dem Gehsteig: An der Größe der Abfallbehälter wird sich laut Mitteilung aus dem Landratsamt auch ab dem Jahr 2025 nichts ändern.  − Foto: Archiv/Süß

Mit dem Wunsch nach einer Einführung der 120-Liter-Tonne hat die Industriegemeinde Burgkirchen/Alz beim dualen System kein Gehör gefunden. Das gab Bürgermeister Johann Krichenbauer in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates bekannt.

Wie berichtet, hatte sich der Gemeinderat Burgkirchen/Alz im Juni für die Beibehaltung der Gelben Tonnen für leichten Verpackungsmüll ausgesprochen. Obendrein wurde beschlossen, dem Bürgerwunsch nach kleineren Tonnen nachzukommen. Weil die zur Verfügung gestellte 240-Liter-Tonne oft bei weitem nicht voll wird, wünschen sich etliche Burgkirchner ein kleineres Sammelgefäß.

In diesem Sinne bat der Gemeinderat Burgkirchen/Alz das Landratsamt um Einführung einer 120-Liter-Tonne zum 1. Januar 2025. Ab diesem Stichtag wäre ein Systemwechsel möglich.

Das Landratsamt gab den Wunsch aus der Alztalgemeinde an den „Grünen Punkt“ weiter. Ab dem 1. Januar 2025 wird im Landkreis Altötting für die Erfassung von Leichtverpackungen nicht mehr die Belland Vision GmbH, sondern das duale System „der Grüne Punkt – duales System Deutschland GmbH“ zuständig sein.

Bei der Regionalleitung dieses dualen Systems stieß das Anliegen aus Burgkirchen auf erhebliche Bedenken. Regionalleiter Thomas Kögel wies in seinem Antwortschreiben darauf hin, dass sich der Landkreis Altötting beim Erlass seiner Rahmenvorgabe im Dezember 2020 ausdrücklich für die Tonnengrößen 240 Liter und 1100 Liter entschieden hat. Wenn eine weitere Behältervariante angeboten werden solle, werde es für einen Bieter im Ausschreibungsverfahren deutlich schwieriger, mit einer konkreten Behälterzahl je nach Größe zu kalkulieren. Unkalkulierbar würden die Kosten eines möglicherweise folgenden Behälterdienstes (Austausch von Behältern), wenn sich der Bedarf der Kunden ändere.

Aus diesen Gründen entschied die Regionalleitung des „Grünen Punktes“, dem Ansinnen aus Burgkirchen nach Ausschreibung einer zusätzlichen Behältergröße nicht zu entsprechen.

Darüber waren Bürgermeister Johann Krichenbauer und die Burgkirchner Gemeinderäte natürlich nicht erfreut. Aber es blieb ihnen nichts anderes übrig, als diese Entscheidung hinzunehmen.

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