Freiflächen-Anlage befürwortet
Fotovoltaik in Burgkirchner Gewerbegebiet geplant

12.06.2024 | Stand 12.06.2024, 18:57 Uhr |

Im Gewerbegebiet Hecketstall soll diese Wiese an der Wagnerstraße mit einer Freiflächen-Fotovoltaikanlage überbaut werden. Die Anlage soll drei Grundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 12 400 Quadratmeter bedecken. − Foto: Gerlitz

Gegen die Errichtung einer Freiflächen-Fotovoltaikanlage mit Transformatorhaus im Gewerbegebiet Hecketstall an der Wagnerstraße hat sich in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses kein Einwand erhoben.

Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts hatte einen Antrag auf eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage mit einer maximalen Leistung von 1,4 Megawatt Peak (MWp) im Bauamt Burgkirchen/Alz eingereicht. Aufgrund der Höhe der Module und der Länge jeder Anlagenreihe ist die geplante Anlage nicht verfahrensfrei. Obendrein hält die Eingabeplanung nicht alle Festsetzungen des Bebauungsplans Nummer 54 „Hecketstall V“ ein. Dadurch kann das Projekt nicht vom Genehmigungsverfahren befreit werden.

Für die Anlage wurden drei Flurnummern überplant, alle Grundstücke liegen jedoch im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 54 „Hecketstall V“, der ein Gewerbegebiet festsetzt. Eine Fotovoltaikanlage gilt als Gewerbebetrieb.

Die Antragsteller baten um eine Befreiung von der Forderung des Bebauungsplans, je 500 Quadratmeter Grundstücksfläche unabhängig von der Randeingrünung einen großkronigen Laubbaum zu pflanzen. Bei der Fotovoltaikanlage handelt es sich um eine Grundstücksgröße von insgesamt 12377 Quadratmeter. Somit wären 25 Bäume mit einer zu erwartenden Wuchshöhe von 15 bis 20 Meter zu pflanzen.

Dieser Baumbestand zwischen den Solarmodulen würde im ausgewachsenen Stadium die Energieeffizienz und damit die Wirtschaftlichkeit der Anlage so stark mindern, dass das Vorhaben unrentabel würde.

Wenn alternativ die Bäume konzentriert in einem beschattungsgünstigen Bereich gepflanzt würden, dann würde dies fast ein Viertel der gesamten Grundstücksfläche beanspruchen, wodurch die Anlage nach Angaben der Antragsteller ebenfalls nicht mehr rentabel wäre. Deswegen möchten die Antragsteller die Pflanzung von 25 großkronigen Laubbäumen auf zehn Stück reduzieren.

Nach Auffassung des Bauamtes Burgkirchen/Alz wird beim beantragten Vorhaben der Planungsgrundsatz nicht tangiert, die städtebauliche Vertretbarkeit ist gegeben und die Planung ist mit öffentlichen Belangen vereinbar.

Dieser Meinung schlossen sich die Bauausschussmitglieder an. Einstimmig erteilten sie dem Antrag auf Errichtung einer Freiflächen-Fotovoltaikanlage an der Wagnerstraße das gemeindliche Einvernehmen unter Befreiung von der Pflanzung eines großkronigen Laubbaums je 500 Quadratmeter Grundstücksfläche.

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