Burghausen
Der Wöhrsee wird gemäht

Arbeiten starten in der ersten Oktober-Woche – Hauptsee ist heuer auch dran

29.09.2023 | Stand 29.09.2023, 17:18 Uhr |

Packen gemeinsam an: Josef Hartl (v.l.), der nächste Woche den Wöhrsee mäht, Werner Gmailbauer von Maschinenring, Dennis Clemes, Betriebsleiter Wöhrseebad, Stefan Sajdak, Bäderleiter Burghausen, Sophie Strebel, Praktikantin im Umweltamt, und Sarah Freudlsperger, Leiterin des Umweltamts. − Foto: Stadt Burghausen

Den einen oder anderen Badegast hat das Seegras diesen Sommer beim Schwimmen schon an den Zehen gekitzelt. Vor allem im hinteren Bereich des Hauptsees gibt es inzwischen viele Wasserpflanzen. „Die Wasserpflanzen sind nicht gefährlich, aber die Badegäste finden das oft unangenehm. Deswegen haben wir beschlossen, den Hauptsee dieses Jahr auch mähen zu lassen“, erklärt Bäderleiter Stefan Sajdak.
Zur Erläuterung: Der Wöhrsee mit dem Wöhrseebad, der zum Schwimmen freigegeben ist, wird als Hauptsee bezeichnet. Der Bereich ab der Brücke bildet den Vorsee und ist Naturschutzgebiet.
Der Vorsee wird, anders als der Hauptsee, jedes Jahr im Herbst gemäht, denn er fungiert als eine Art Filter für den Hauptsee. Durch die umliegende Landwirtschaft fließen viele Nährstoffe in den Wöhrsee. Die Pflanzen im Vorsee filtern das Wasser, sodass das Wasser im Hauptsee eine sehr gute Wasserqualität hat. Im vorderen Teil des Sees wachsen die Wasserpflanzen deswegen aber besonders schnell, sodass eine jährliche Mahd nötig ist, um den See für die vielen Arten, die in und um ihn leben, erhalten zu können.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Hauptsee mitgemäht wird. Die letzte Mahd fand im Frühjahr 2019 statt. Ein Novum ist jedoch, dass dieses Jahr auch das Herren- und Damenbad mitgemäht werden, weil inzwischen auch dort vermehrt Wasserpflanzen in die Höhe wachsen.
Gemäht werden die Unterwasserpflanzen mit einer sogenannten Schleppsense. Dafür wurde, wie schon seit etwa 15 Jahren, eine Firma aus der Region engagiert, die sich auch um viele andere Badeseen in der Umgebung kümmert. Die Schleppsense besteht aus dünnen Schneiden und ist sehr leicht. So wird sichergestellt, dass nur die Wasserpflanzen beschnitten werden, ohne dass der Seegrund beschädigt wird.
Das abgemähte Seegras wird zuerst am Ufer gelagert und dann zur Kompostieranlage nach Burgkirchen gebracht. Vier Tage dauert es, bis der komplette Wöhrsee gemäht ist, gestartet wird am 2. Oktober mit dem Vorsee; ab Mittwoch beginnen dann die Arbeiten am Hauptsee. Zusätzlich wird auch Laub am Ufer entfernt, das sonst viele Monate brauchen würde, bis es verrottet. Insgesamt kostet die Mahd 14000 Euro.
In der ersten Zeit nach der Mahd wird das Wasser noch trüb aussehen, aber nach einigen Tagen sinken die aufgewirbelten Sedimente wieder auf den Boden und das Wasser wird klar.