SV Erlbach mit guten Chancen
Bekommt der Kreis Inn/Salzach seinen dritten Bayernliga-Meister nach Wacker und 1860?

16.05.2024 | Stand 16.05.2024, 18:16 Uhr

Der SV Wacker Burghausen war im Jahr 1995 der erste Bayernliga-Meister aus dem Kreis Inn/Salzach: Kapitän Manfred Stutz nahm damals den Wimpel aus den Händen von BFV-Vizepräsident Alfred Fackler (2018 gestorben) entgegen. Im Hintergrund der damalige Spielleiter Armin Klughammer. − F.: repro/fa

Der SV Erlbach greift am Pfingstsamstag (18. Mai 2024, 14 Uhr) nach dem Titelgewinn in der Fußball-Bayernliga Süd: Der Truppe des früheren Burghausers Lukas Lechner reicht ein Heimsieg – egal wie hoch – über den Tabellenzehnten TSV Rain/Lech um als Erster ins Ziel zu kommen.

Sollten die Kicker aus dem Holzland dieses Kunststück tatsächlich schaffen, so wären sie in der Historie der Bayernliga erst der dritte Champion aus dem heimischen Fußballkreis Inn/Salzach. Bisher konnten sich in die Meisterliste (Quelle: Wikipedia) nur der SV Wacker Burghausen (Saison 1994/95) und der TSV 1860 Rosenheim (2011/12) eintragen.

Burghausen stieg 1995 in die Regionalliga Süd auf

Während die Salzachstädter damals in Liga 4 die Nase vorne hatten, dominierten die Rosenheimer „nur“ in Liga 5, allerdings war die Bayernliga damals trotzdem noch eingleisig. Wacker stieg seinerzeit in die Regionalliga Süd auf und bekam es in der darauf folgenden Saison auch mit Teams außerhalb Bayerns (zum Beispiel SV Darmstadt 98, Hessen Kassel, SSV Ulm 1846 oder Stuttgarter Kickers) zu tun. Ein paar Jahre später ging’s für Burghausen bekanntlich hoch in Liga 2 (2002 bis ’05). Die Sechziger von der Mangfall kletterten gemeinsam mit acht weiteren Mannschaften der Bayernliga in die Regionalliga Bayern, die damals neu gegründet wurde.

In der fünftklassigen Bayernliga Süd, die in der Spielzeit 2012/13 ihre Pforten geöffnet hat, war der SV Schalding-Heining der erste Titelträger – also jene Mannschaft, die im Falle eines Erlbacher Titelgewinns auch der unmittelbare Vorgänger der Rot-Weißen wäre. Denn die Niederbayern lagen im Vorjahr mit 73 Punkten auf Platz eins des 18er-Klassements. Diese Marke kann Erlbach (hält bei 66 Zählern) also auf keinen Fall mehr erreichen.

Ampfing von 1979 bis ’89 in der drittklassigen Bayernliga

Zur Bayernliga sollte man wissen, dass sie – vor etwa 80 Jahren – auch schon mal zweitklassig war. 1. Amateurliga oder Oberliga (also jeweils 3. Liga) war sie dann später von 1950 bis 1994. Dauergast in der seinerzeit drittklassigen Bayernliga war übrigens ein weiterer Inn/Salzach-Klub: der TSV Ampfing. Die Schweppermänner gehörten von 1979/80 bis 1988/89 dem Amateur-Oberhaus an. Meister im Ampfinger Abstiegsjahr wurde die SpVgg Unterhaching.