Von Pirach bis Burghausen
Bayernwerk reinigt und streicht 27 Strommasten

20.06.2024 | Stand 20.06.2024, 16:39 Uhr |

Mit Hochdruckreinigern werden die Masten von Rost, Vogelkot und Moos befreit, ehe sie mit einer umweltfreundlichen Farbe neu gestrichen werden. − Foto: Bayern

Die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) erneuert seit dieser Woche den Korrosionsschutz an 27 Masten der Hochspannungsfreileitung zwischen Pirach und Burghausen im Landkreis Altötting. Die bis zu 38 Meter hohen Masten werden zunächst von Mitarbeitern einer Fachfirma mit einem Hochdruckreiniger gesäubert und anschließend mit grüner Schutzfarbe gestrichen. Der Korrosionsschutz wird ungefähr alle 30 Jahre erneuert. Für die gesamte Maßnahme wendet das Bayernwerk nach eigenen Angaben rund 220000 Euro auf.

„Die Instandhaltung der 27 Masten dient einer langfristig sicheren Stromversorgung“, sagt Christian Poppe, der verantwortliche Projektleiter des Bayernwerks. Der Anstrich schütze die Masten der Hochspannungsleitung vor Verwitterung und Rost. Für die Langlebigkeit der Leitungen im Verteilnetz des Bayernwerks sei die regelmäßige Erneuerung des Schutzanstrichs der Masten wichtig.

An der Hochspannungsleitung zwischen den Umspannwerken in Pirach und Burghausen haben die Arbeiten jetzt begonnen und dauern voraussichtlich bis August. Das Bayernwerk hat eine spezialisierte Partnerfirma mit der Reinigung und dem Anstrich der rund 7400 Quadratmeter großen Mast-Fläche beauftragt. Im Schnitt sind rund zwölf Mitarbeiter zeitgleich auf mehreren Masten in verschiedenen Leitungsabschnitten im Einsatz. „Bei diesem Einsatz ist Schwindelfreiheit und Konzentration gefordert“, berichtet Christian Poppe.

Im ersten Arbeitsschritt sichere ein Verantwortlicher des Bayernwerks täglich die Baustelle und gebe sie frei. Christian Poppe erklärt, dass freigegebene Arbeitsbereiche mit grünen Flaggen am Mast gekennzeichnet würden. So sei deutlich sichtbar, auf welcher Seite des Mastes die Leitung ausgeschaltet ist. Die Fachleute würden dann gesichert auf die Masten klettern und sie mit dem Hochdruckreiniger von Verunreinigungen wie Staub, Vogelkot oder Moosen befreien. „Je nach Entfernung und Windrichtung kann die Wasserwolke des Hochdruckreinigers wie eine Rauchsäule aussehen. Solange die Sanierungsarbeiten laufen, bitten wir Passanten oder vorbeifahrende Autofahrer sich zu vergewissern, ob auf dem Mast vielleicht gearbeitet wird, bevor sie die Feuerwehr rufen“, sagt der Projektleiter.

Wenn alle Mast-Teile sauber sind, gehe es ans Streichen der einzelnen Streben und Verbindungen mit einer umweltfreundlichen Farbe. Der Aufwand und die Menge der benötigten Farbe würden sich nach der Fläche der Masten bemessen. Insgesamt würden auf der Hochspannungsleitung von Pirach nach Burghausen 27 Masten mit einer Gesamtfläche von 7400 Quadratmetern gereinigt und neu gestrichen. Das entspricht ungefähr der Fläche eines Fußballfeldes. Insgesamt rund drei Tonnen Farbe würden auf die Masten aufgetragen.

Die Instandhaltungsmaßnahme soll bis August abgeschlossen sein. Um abgetragene Partikel oder Farbreste aufzufangen, wird vor Beginn der Arbeiten um die Masten am Boden ein Vlies ausgelegt. Für die Stromversorgung in der Region bedeute die Maßnahme keine Einschränkungen, da bei geplanten Schaltungen stets alternative Leitungen im Netz für die Stromversorgung zur Verfügung stehen würden, teilt das Bayernwerk mit.

− red