Katholische Erwachsenenbildung feiert
50-jähriges Bestehen war Anlass für Konzert in Altöttinger Basilika

21.05.2024 | Stand 21.05.2024, 16:00 Uhr

Die Kunst des mehrstimmigen Männergesangs zeigte die Vokalgruppe „Die Konradis“ aus Burghausen.  − Fotos: tz

Es war ein außergewöhnliches Konzert zu einem besonderen Anlass: Die Katholische Erwachsenenbildung Rottal-Inn-Salzach (KEB RIS) feierte ihr 50-jähriges Bestehen und lud deshalb in die Basilika St. Anna in Altötting ein. Große Reden gab es keine, dafür erstklassige Musik von der Musikkapelle St. Georg Mehring-Raitenhaslach unter der Leitung von Bernhard Waas und von der Männer-Vokalgruppe „Die Konradis“ aus Burghausen. Textbeiträge steuerte Domkapitular Josef Fischer bei.

Bis auf den letzten Platz war die Basilika besetzt, als die KEB-Vorstände Sabina Ecker und Ulrich Wandt die Gäste begrüßten. Unter ihnen waren auch Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer, Bezirksrätin Gisela Kriegl und Edeltraud Platter, stv. Landrätin des Landkreises Rottal-Inn, sowie weitere politische Mandatsträger. Besondere Grüße richteten sie auch an den geistlichen Beirat der KEB, Pfarrer Max Pinzl und an Adolf Hochholzer, der vor 50 Jahren „Geburtshelfer“ war für das Kreisbildungswerk Altötting.

Auf der Suche nach einem Namen



Pfarrer Josef Fischer erinnerte an die Gründung der heutigen KEB und an die Fusion der Einrichtungen in Altötting und Rottal-Inn. Denn als man nach dem Zusammenschluss einen Namen suchte, sei „die Muttergottes vom Gartlberg in Pfarrkirchen herabgestiegen“ und habe sich auf den Weg nach Altötting gemacht, um sich dort mit der Muttergottes in der Gnadenkapelle zu beratschlagen. Letztendlich sei das Namensproblem aber von der Muttergottes von Maria Hilf über Passau gelöst worden. „Denn die hat die Flüsse, die zur Donau fließen, immer im Blick und von ihr kam der gute Rat, Rott, Inn und Salzach in den Namen aufzunehmen, denn alle drei vereinigen sich am Ende in der Donau“, so Pfarrer Fischer.

Ob es eine „Liebesheirat“ war, das sei heutzutage nicht mehr bekannt. „Aber wenn man sich die heutige Feier ansieht, dann kann man doch ehrlichen Herzens sagen: Es geht ihr gut, der KEB“, sagte der Redner schmunzelnd.

Die KEB habe es sich zur Aufgabe gemacht, im katholischen Glauben auch die universale Kirche im Blick zu haben, dazu beizutragen, dass Menschen im Glauben erwachsen werden und zur wahren Bildung zu gelangen, „und das ist die Weisheit des Herzens“, so Fischer: „Dazu brauchen wird die KEB und deshalb gratulieren wir ihr von Herzen.“

St. Georgsbläser und Konradis musizierten



Beeindruckend war das musikalische Programm der St. Georgsbläser und der Konradis. Das Orchester, geleitet von Bernhard Waas, lief zur Hochform auf, die Akustik der großen Basilika tat das ihrige, um den Klang zu verstärken. Zu Beginn gab die Choral-Paraphrase „Gelobt sei Gott“ von Melchor Vulpius aus dem 17. Jahrhundert den musikalischen Weg vor: Es ging um Musik zur Ehre Gottes und des Glaubens, manchmal voller Prunk, dann wieder, wie beim Lied „May God be With You“ von den Konradis, etwas ruhiger in Klang und Ton. Zeitgenössisches war ebenso vertreten wie die Klassiker, einen Sonderapplaus gab es für das Finale der Symphonie Nr. 5 von Ludwig van Beethoven und für „Ave Maria“ von Anton Bruckner – diesen un d weiteren Stücken, eigentlich geschrieben für große Sinfonieorchester, drückten die St. Georgsbläser ihren ganz eigenen, wohlklingenden Stempel auf. Besonders berührend war am Ende des Konzerts das gefühlvolle, einfache Lied „Segne du Maria“, bei dem alle Besucherinnen und Besucher mit einstimmten.

Bevor Pfarrer Fischer den Menschen einen Segen mit auf den Weg gab, verabschiedeten Ulrich Wandt und Sabine Ecker die Gäste und wiesen darauf hin, dass man auch mit dieser Jubiläumsfeier etwas Gutes tun werde: Am Eingang konnte gespendet werden. Mit dem Geld würden das sozial-caritative Engagement der Kapuziner in der Region gefördert und die Arbeit des Vereins „Rose of Hope Tanzania“, der sozial benachteiligte Kinder und Familien in Tansania unterstützt.

− tz