Tipps gegen Infektionen

Vom Homeoffice zurück ins Großraumbüro: So schützen Sie sich vor Corona

21.03.2022 | Stand 22.03.2022, 8:26 Uhr

Symbolbild: dpa

Von Christoph Eberle

Die Homeoffice-Pflicht ist seit 20. März vorbei. Für viele Mitarbeiter heißt es daher zurück ins Großraum-Büro. Doch wie kann man sich dort angesichts hoher Corona-Zahlen schützen?



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Als wichtigste Hygienemaßnahmen zur Reduktion von Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus nennen das Bayerische Gesundheitsministerium und Dr. Wolfgang Ritter, Vorstandsmitglied des Bayerischen Hausärzteverbandes grundsätzlich:

- das Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern;

- das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen, etwa einer medizinischen Gesichtsmaske oder einer FFP2-Maske;

- die regelmäßige gute Durchlüftung von Innenräumen, insbesondere von Großraumbüros;

- die Einrichtung geeigneter Laufwege, um Kontakte der Beschäftigten möglichst zu reduzieren;

- die Bereitstellung von Möglichkeiten zur Händedesinfektion;

- generell eine gute Handhygiene;

„Gemäß § 2 Abs. 4 BayIfSMV gilt für Beschäftigte während ihrer dienstlichen Tätigkeit die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen“, so eine Sprecherin des Bayerischen Gesundheitsministeriums.

Darüber hinaus seien grundsätzlich die rechtlichen Vorgaben des Arbeitsschutzes vom Arbeitgeber zu beachten, wie zum Beispiel persönliche Schutzausrüstung. Die Gewährleistung eines ausreichenden Arbeitsschutzes sei vorrangig Aufgabe des Arbeitgebers. „Die Beachtung der arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben wird von den Gewerbeaufsichtsämtern bei den Regierungen im Rahmen der Dienstgeschäfte kontrolliert“, heißt es aus dem Gesundheitsministerium.

Hausärzteverband sieht Impfen als wichtigste Schutzmaßnahme

„Aus Sicht des Bayerischen Hausärzteverbandes bleibt ein aktueller Impfschutz gegen Corona mit einem der zugelassenen Impfstoffe die wichtigste Schutzmaßnahme gegen eine Corona-Infektion und vor allem gegen einen schweren Krankheitsverlauf im Falle einer Infektion“, sagt Dr. Wolfgang Ritter, Vorstandsmitglied des Bayerischen Hausärzteverbandes.

„Besonders gut können sich Beschäftigte zudem durch eine COVID-19-Impfung schützen“, so auch die Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Für die Senkung der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2, den Schutz der Risikogruppen, die Minimierung von schweren COVID-19-Erkrankungen und die Vermeidung von Langzeitfolgen, die auch nach milden Krankheitsverläufen auftreten können und deren langfristige Auswirkungen noch nicht absehbar sind, „ist die Impfung der Bevölkerung gegen COVID-19 wichtig.“

Laut Empfehlung der STIKO sollte frühestens 3 Monate nach der Grundimmunisierung eine Auffrischimpfung (Booster) folgen. Besonders exponierten oder gefährdeten Personengruppen empfiehlt die STIKO auch eine 2. Booster-Impfung. Dazu gehören beispielsweise Menschen mit einer Immundefizienz, also einem geschwächten Immunsystem. Sie können sich drei Monate nach der ersten Booster-Impfung nochmals boostern lassen. Bei gesunden jüngeren Angestellten in Pflege-Einrichtungen und Krankenhäusern empfiehlt die STIKO den 2. Booster frühestens 6 Monate nach der ersten Auffrischimpfung.

Bayerns Gesundheitsministerium und Hausärzteverband empfehlen weiterhin Homeoffice

Auch wenn die bundesweite Homeoffice-Pflicht ausgelaufen ist: „Angesichts hoher Infektionszahlen ist es aus Sicht des Infektionsschutzes sinnvoll, wenn möglichst viele Arbeitnehmer im Home-Office arbeiten“, so die Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

Durch die Ausführung von Tätigkeiten im Homeoffice würden nicht nur Personenkontakte im Betrieb vermieden oder verringert, sondern auch auf dem Weg von und zur Arbeit.

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„Da wir uns augenblicklich in einer Phase mit sehr hohen Infektionszahlen in der Bevölkerung befinden und die Kontaktreduktion ein wirkungsvoller Infektionsschutz ist, hoffen wir, dass viele Unternehmen ihrer Verantwortung gerecht werden und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin eine freiwillige Homeoffice-Regelung anbieten“, so auch Dr. Wolfgang Ritter, Vorstandsmitglied des Bayerischen Hausärzteverbandes.