Straubing
Unfall in Volksfest-Fahrgeschäft für Kinder: Junger Mann verletzt

15.08.2022 | Stand 07.06.2024, 13:37 Uhr |

Von Christoph Eberle

Ein junger Mann hat sich am Wochenende in einem Kinder-Fahrgeschäft auf dem Gäubodenvolksfest in Straubing verletzt. Die Gründe sind noch unklar - die Polizei bittet daher um Zeugenhinweise.



Wie die Beamten am Montag mitteilten, ereignete sich der Zwischenfall am späten Sonntagabend in einem Fahrgeschäft im östlichen Bereich des Gäubodenvolksfests. Hierbei wurde eine männliche Person Mitte 20 leicht verletzt und musste ärztlich behandelt werden.

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Erst am Donnerstag gab es einen schweren Unfall auf einer Achterbahn im Legoland Gümnzburg. Über 30 Personen wurden dabei verletzt, darunter zehn Kinder. Das nun betroffene Fahrgeschäft in Straubing ist aber einem Polizeisprecher zufolge eher eine Art „Bummelbahn“ denn eine Achterbahn und bereits für Kinder ab vier Jahren geeignet.

Wie konnte der Unfall passieren? Polizei bittet um Zeugenhinweise

Die Hintergründe, wie es zur Verletzung kam, sind unterdessen noch unklar, hieß es am Montagnachmittag. Die Polizeiinspektion Straubing hat noch am gleichen Abend die Ermittlungen aufgenommen. Eine erste Überprüfung des Fahrgeschäftes ergab keine Hinweise auf technische Mängel. Ein technischer Sachverständiger wurde in die polizeilichen Ermittlungen mit eingebunden und stellte vor Ort ebenfalls keine technischen Mängel fest.

Bislang aufgenommene Zeugenaussagen sind einem Polizeisprecher zufolge aber teils widersprüchlich. Daher werde weiter ermittelt. Die Polizei bittet zudem Volksfestbesucher, die Angaben zum Hergang des Vorfalls machen können, sich mit der Polizeiinspektion Straubing unter der Telefonnummer 09421/868-0 in Verbindung zu setzen.

In letzter Zeit einige Unfälle in Fahrgeschäften

Neben den Vorfällen im Legoland und auf dem Gäubodenvolksfest gab es in jüngster Zeit weitere Unfälle in Fahrgeschäften auf Festen und in Vergnügungsparks:

- Während der Fahrt herausgeschleudert: Tödlicher Unfall auf Achterbahn in Rheinland-Pfalz: In einem Freizeitpark im Mosel-Ort Klotten ist Anfang August eine Frau aus einer fahrenden Achterbahn gefallen und tödlich verletzt worden. Die 57-Jährige starb trotz Wiederbelebungsversuchen noch vor Ort. Unterlagen zu der Achterbahn sind laut Staatsanwaltschaft sowohl von der Aufsichtsbehörde als auch vom Betreiber zur Verfügung gestellt worden. Sie würden zurzeit ausgewertet, darüber hinaus würden Zeugen vernommen.

- Unfall im Kinderkarussell: Mädchen (3) auf Volksfest im Bayerwald schwer verletzt: Im Krankenhaus endete am 26. Juni der Besuch des Freyunger Volksfestes am Dienstag für ein dreijähriges Mädchen. Es wurde in einem Fahrgeschäft schwer verletzt. Während der Fahrt stand das Kind auf, verlor das Gleichgewicht und fiel auf den Boden. Ein nachfolgendes Gefährt überrollte das Kind.

- Bub auf Kartbahn im Churpfalzpark verletzt: Bei einer Fahrt auf der Kartbahn im Churpfalzpark Loifling (Landkreis Cham) kam es im Mai zu einem Unfall, bei dem ein sechsjähriger Junge leicht verletzt worden ist. Wegen der „bestehenden Gefahr durch unzulängliche Fahrzeuge und Einbauten an der Bahn“ wurde die Nutzung zeitweise untersagt - und auch andere Fahrgeschäfte im Park durften zeitweise nicht mehr betrieben werden.

- 14-Jähriger bei Maidult in Regensburg von Fahrgeschäft erfasst und schwer verletzt: Ein Junge ist Mitte Mai bei einem Volksfest in Regensburg von einem Fahrgeschäft gerammt und schwer verletzt worden.

- Auf Regensburger Maidult: Zwei Fahrgäste in Riesenrad-Gondel „vergessen“: Alptraum in luftiger Höhe: Zwei Fahrgäste sind nach eigenen Angaben auf der Regensburger Dult noch im Riesenrad gesessen, als der Betreiber um 23 Uhr das Gelände verlassen hatte.

- Fahrgeschäft verletzt Mädchen und Mann auf Frühlingsfest in Ansbach: Bei einem Unfall mit einem Fahrgeschäft im Mai auf einem Frühlingsfest in Mittelfranken sind ein Mädchen und ein Mann verletzt worden. Die sich drehende Plattform habe einen 39 Jahre alten Mitarbeiter am Fuß getroffen, teilte die Polizei in Ansbach am Mittwoch mit. Dieser stürzte dadurch am Dienstag und fiel auf eine 11-Jährige und ihren Vater.