Lalling
Thomas Pfeffer Spitzenkandidat für Bundestagswahl

06.10.2020 | Stand 20.09.2023, 7:04 Uhr |

Nannten Ziele der BP für die Bundestagswahl 2021: Parteivorsitzender Florian Weber (l.) und Spitzenkandidat Thomas Pfeffer. −Foto: BP

Thomas Pfeffer führt die Bayernpartei in die Bundestagswahl 2021. Der Kreis- und Gemeinderat aus Lalling (Lkrs. Deggendorf) ist am vergangenen Sonntag bei der Aufstellungsversammlung der Bayernpartei in Ingolstadt zum Spitzenkandidat auf der Landesliste gewählt worden.

Generalsekretär Hubert Dorn eröffnete die Aufstellungsversammlung mit 40 Teilnehmern aus ganz Bayern. Bei Bestimmung und Wahlen der Landesliste fungierte Parteivorsitzender Florian Weber hierbei als Wahlleiter.

Seitens der Landesvorstandschaft wurde ein fünfköpfiges Spitzenteam vorgeschlagen, darunter als Listenführer der Deggendorfer Kreisvorsitzende Thomas Pfeffer. Parteivorsitzender Weber fragte den Lallinger im Vorfeld, ob er sich eine Kandidatur vorstellen könne. Nach einer Zeit des Überlegens willigte Pfeffer ein. Der 30-jährige Erzieher und Teamleiter Thomas Pfeffer wurde von der Versammlung erwartungsgemäß als Listenführer gewählt.

Von der Fünf-Prozent-Hürde wolle man sich nicht unterkriegen lassen, so der 30-Jährige. In seiner Vorstellung betonte der Gemeinde- und Kreisrat aus Lalling seinen Hauptgrund für sein Antreten als Spitzenkandidat der BP zur Bundestagswahl 2021: "Während die CSU immer weiter nach links-grün rückt, wie man etwa mit Söders Vorstoß zum Ende des Verbrennungsmotors sehen kann, wandert die AfD kontinuierlich immer weiter nach rechts. Dazwischen tut sich im liberal-konservativen Lager eine immer größere Lücke auf. Genau diese Wählerschaft, Werte und Zielsetzungen will ich zusammen mit der Bayernpartei vertreten."

Punkten möchte Thomas Pfeffer im Detail mit seinem Kampf für eine dezentrale Energieversorgung. Die gleichzeitige Abschaltung von Atom- und Kohlestrom nannte Pfeffer "ein folgenreiches und unüberlegtes Experiment" der Berliner Politik, weshalb es notwendig ist vor Ort mit dezentralen und nachhaltigen Lösungen zu punkten, beispielsweise den Ausbau von Biomasse-Verstromung und den weiteren Ausbau von Solaranlagen auf Gebäuden. Ganz besonders liegt Pfeffer eine autofahrer- bzw. pendlerfreundliche Politik bei gleichzeitigem Ausbau des alternativen Verkehrs (ÖPNV) am Herzen. In der Migrationspolitik orientieren sich die Vorstellungen an denen von Österreichs Kanzler Kurz. Des Weiteren gab Pfeffer an, dass er von den Parteien im Bundestag bei der Corona-Thematik Maß und Mitte vermisse. "Die einen schüren Panik, die anderen wilde Theorien. Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte."

Auf den weiteren vier Spitzenplätzen der Landesliste folgt eine Mischung aus Jung und Alt sowie verschiedenen Berufsgruppen und Herkunftsregionen der Bewerber, welche ebenso mit einer satten Mehrheit gewählt wurden. Die weiteren Plätze wurden alphabetisch gereit, so der Mehrheitsbeschluss.

Weber bat um Unterstützung, da noch 2000 Unterstützungsunterschriften für die Landesliste sowie jeweils 200 Unterstützungsunterschriften pro Direktkandidat benötigt werden. Für Weber ein machbares Ziel.

− dz