Zahlen veröffentlicht
So kam die vegane Weißwurst auf dem Oktoberfest an

07.10.2022 | Stand 07.06.2024, 19:39 Uhr

Dieses Jahr gab es zum ersten Mal vegane Weißwürste auf dem Oktoberfest. Die Neuerung wurde heiß diskutiert. Aber wie kam die pflanzliche Alternative nun beim Feiervolk an? Das Unternehmen Greenforce hat erste Zahlen veröffentlicht.



Das Münchner Startup steckt hinter der veganen Weißwurst am Oktoberfest - und scheint zufrieden. „Wir können es kaum glauben“, schreibt das Unternehmen am Freitag in einem Facebook-Post. Im Hofbräu-Festzelt waren dieses Jahr nach Angaben von Greenforce 400 von 1000 Currywurst-Bestellungen und 200 von 1000 Weißwurst-Bestellungen vegan. „Wir freuen uns riesig, dass die pflanzlichen Alternativen auch auf der Wiesn so gut ankommen & die veganen Leckereien so erfolgreich waren.“



Ob die bestellte Weißwurst aber auch allen Kunden geschmeckt hat, ist natürlich unklar. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hatte eine klare Meinung: „Dieser Geruch, diese Konsistenz - das geht für mich einfach gar nicht“, sagte sie, „man muss nicht alles mitmachen“.

Noch deutlicher hat es Kabarettistin Monika Gruber ausgedrückt. Ihr Fazit fiel nach dem Testessen im Schottenhamel-Festzelt sehr hart aus. Die veganen Weißwürste sähen nicht nur aus wie „gepresste Sägespäne“, sie schmecken auch „wie Montageschaum im Kondom“, wie die Bild sie zitiert hat.

Kabarettist Michael Mittermeier (56) findet vegane Weißwürste dagegen fortschrittlich. „Es ist gut, dass sich die Ernährung ändert. Ob das die vegane Weißwurst oder ein veganes „Fleisch“pflanzerl ist, es ist ein Zugewinn“, sagte er beim „Almauftrieb“ der Prominenz im Käfer-Festzelt.

− tka/dpa