Vom XXL-Höschen bis Sex-Spielzeug
PNP-Jahresrückblick 2021: Kuriose Polizeieinsätze aus der Region

27.12.2021 | Stand 21.09.2023, 6:39 Uhr |

−Bildkombo: PNP

Uneinsichtige Autofahrer, unromantische Enden von Beziehungen, ungewöhnliches Sex-Spielzeug und eine Unbekannte, die der Polizei ihr XXL-Leoparden-Panty schenkte: das waren die wohl kuriosesten Meldungen aus diesem Jahr in der Region.

Alle Teile des PNP-Jahresrückblicks finden Sie auf unserer Sonderseite.



Jeden Tag schicken die Polizeipräsidien, -inspektionen und -stationen aus ganz Ostbayern ihre Pressemitteilungen über die einzelnen Einsätze an die Medien. Weil es normalerweise nur die größeren Delikte in die gedruckte Zeitung oder die Online-Ausgabe "schaffen", hat die PNP-Onlineredaktion vor ein paar Jahren als Service für die Leser den Polizeibereich geschaffen: Unter www.pnp.de/polizei finden Sie ausnahmslos alle Polizeipressemitteilungen aus ganz Ostbayern.

Dass sich das Durchstöbern durchaus lohnt, zeigen kuriose Fundstücke, die wir hier augenzwinkernd ganz nach dem Motto "Verrückter als die Polizei erlaubt" gesammelt haben.

Polizei sucht "Leoparden-Muster-Unterhosen-Besitzerin" (Rosenheim)Gegen 22 Uhr klingelte eine Dame am 15. September an der Wache der Rosenheimer Polizei. Über die Sprechanlage wurde sie von der Polizei kurz gefragt, wie man ihr denn helfen könne. Die Frau sagte, sie habe sich eine Panty vor ein paar Tagen gekauft, für sie passend, in einer etwas größeren Ausfertigung. Da sie diese Größe benötigt. Jetzt will sie das Kleidungsstück nicht mehr und vielleicht kann die Polizei damit was anfangen.

Die Frau legte die Unterhose, laut Polizei verpackt in einer kleinen Tüte, vor der Eingangstür zum Gebäude der Rosenheimer Polizei ab und ging in unbekannte Richtung davon. Nun sucht die Polizei nach der "Leoparden-Muster-Unterhosen-Besitzerin". Die Frau war circa 160 cm groß und von kräftiger Gestalt. Sie trug die Kapuze weit ins Gesicht gezogen und hatte eine Mund-/Nasenbedeckung auf. Bis die Frau gefunden ist, wird der Gegenstand als Fundsache behandelt.

Weil er Wintersonnwende feiern wollte zündet betrunkener Passauer Baum an Ein betrunkener 58-jähriger Passauer hat am 21. Dezember gegen 22 Uhr in Passau einen Baum samt Baumhaus angezündet. Der Grund: Er wollte die Wintersonnwende feiern. Ein Zeuge beobachtete das Geschehen und hielt den Mann in der Prachatitzerstraße unterhalb des Einkaufszentrums DEZ fest, bis die Polizei kam. Da stand der Baum samt einem von dem Mann selbst gebauten Baumhaus schon in Vollbrand. Als die Beamten den Mann festnehmen wollten, beleidigte dieser sie als "Deppen" und wehrte sich kräftig. Er verletzte einen Polizisten leicht. Der Passauer wurde in Gewahrsam genommen. Nun wird er wegen Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt.

Weil er Weihnachtsgeschenke überreichen wollte: Deggendorfer schlägt Tür der Ex-Freundin im Landkreis Passau ein: Ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Deggendorf erschien am 20. Dezember abends bei seiner 26-jährigen Ex-Freundin im Ortenburger Ortsteil Neustift, um aus der Garage noch seine Sachen zu holen. Die beiden hatten laut Polizei eine Beziehung, die in den letzten Tagen beendet wurde. Die Frau forderte den Mann anschließend auf, das Anwesen wieder zu verlassen. Er wollte ihr aber noch unbedingt Weihnachtsgeschenke überreichen. Als sie dies nicht zuließ, trat der Mann die Haustüre ein und verschaffte sich gewaltsam Zutritt.

Die Frau verschanzte sich daraufhin mit ihren Kindern in einer Toilette und rief die Polizei. Als der Mann dies mitbekam, fuhr er nach Hause. Dort wartete eine Streife der Polizeiinspektion Deggendorf auf ihn und stellte ihm ein Kontaktverbot aus. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung sowie Hausfriedensbruch.

Vermeintliche Handgranate im Landkreis Passau entpuppt sich als Sex-Spielzeug: Ein durchsichtige Plastiktüte mit einer vermeintlichen Handgranate darin hat eine Joggerin am 26. April in Sonnen (Landkreis Passau) entdeckt. Die junge Frau verständigte deshalb umgehend die Polizei. In der Tüte waren insgesamt mehrere Gegenstände. Bei Anfahrt der Streife wurde das Sprengkommando der Bayerischen Polizei, das in anderer Sache im Bereich von Tittling unterwegs war, zunächst vorinformiert, da die Entsorgung von gefährlichen Sprengmitteln ausschließlich von dieser Einheit durchgeführt wird.

Zur Erleichterung aller Beteiligten konnten die Polizisten nach ihrem Eintreffen in dem Waldgrundstück aber schnell Entwarnung geben. Nachdem die Beamten den Inhalt der Tüte vorsichtig begutachtet hatten, stand schnell fest, dass es sich nur um eine Attrappe aus Gummi handelte. Die Tüte wurde entleert und der Inhalt gesichtet. Dabei kamen eine leere Tube Gleitgel, zwei unbenutzte Kondome in einer Dose und ein USB-Kabel zum Vorschein.

Die Suche im Internet bestätigte dann den Verdacht der Polizisten: "Es gibt tatsächlich Sex-Spielzeug in Form von Handgranaten", schreiben sie in ihrer Pressemitteilung. "Und um so ein Teil handelte es sich hier."

Aufgrund der fortgeschrittenen Zersetzung der Tüte dürften die Gegenstände dort schon länger gelegen haben. "Wie diese Gegenstände dorthin kamen und warum sie dort liegen geblieben sind, lässt sich nur vermuten", schreibt die Polizei weiter. Die Entsorgung übernahmen die Beamten.

Autokorrektur in WhatsApp-Nachricht löst Polizeieinsatz in Regensburg aus Ein ernstzunehmender Notruf ging bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz in Regensburg ein. Doch Auslöser war eine eigentlich harmlose WhatsApp-Nachricht.

Wie die Beamten mitteilten, rief am 10. Februar eine junge Dame aufgeregt beim Polizeinotruf in Regensburg an, nachdem zuvor eine WhatsApp-Nachricht ihrer Mutter bei ihr einging: "Betrüger sind da." Die Mutter ging bei Anrufen der Tochter nicht mehr ans Telefon. Befand sie sich also möglicherweise in Gefahr? "Die Tochter verhielt sich absolut richtig und verständigte sofort den Polizeinotruf", teilten die Beamten mit.

Die Einsatzzentrale veranlasste umgehend einen Polizeieinsatz und rief parallel dazu die Mutter an. Glücklicherweise konnte sie zeitnah von der Polizei erreicht werden, wodurch ein Missverständnis schnell aufgeklärt werden konnte. Eigentlich wollte die Mutter der Tochter schreiben: "Betttücher sind da". Leider machte die Autokorrektur jedoch aus den "Betttüchern" kriminelle "Betrüger".

Bei Probefahrt mit Geländewagen: Autofahrer verfolgt Streifenwagen im Einsatz im Landkreis Rosenheim mit Tempo 180: Mit 180 Stundenkilometern hat ein 43-Jähriger bei einer Probefahrt mit einem Geländewagen auf der A8 in Oberbayern einen Streifenwagen im Einsatz verfolgt. Die Beamten aus München waren auf der A8 mit Blaulicht unterwegs, als sie den Geländewagen bemerkten, der ihnen penetrant folgte - auch im Bereich von Geschwindigkeitsbeschränkungen und in der Rettungsgasse. Wie die Polizei am Freitag berichtete, riefen die Beamten Verstärkung. Weitere Streifenwagen begannen am Donnerstagmittag mit der Verfolgung.

Bei Raubling im Landkreis Rosenheim konnte der Wagen gestoppt werden. Da die Polizisten davon ausgegangen seien, dass das Verhalten des Fahrers nicht ganz üblich sei, sei ein Drogentest gemacht worden, der prompt angeschlagen habe. Gegen den Fahrer wird nun ermittelt wegen mehrerer Delikte. Die Polizei erklärte, der Fall sei eine "Erweiterung des Kuriositätenkabinetts". Der Geländewagen wurde von dem Autohaus abgeholt.

Betrunkene Zündler durch eigene Handyvideos in Bad Griesbach (Landkreis Passau) überführt Zwei Männer haben in Bad Griesbach betrunken mehrere Papiertonnen angezündet. Da sie sich gegenseitig bei der Tat mit ihren Handys gefilmt hatten, konnte die Polizei die beiden Brandstifter überführen. Bewohner hatten der Polizei am Sonntagabend gegen 22 Uhr gemeldet, dass im Aunhamer Weg und der Max-Köhler-Straße insgesamt sieben Papiertonnen brannten. Vor Ort kontrollierte die Polizei zwei Männer im Alter von 27 und 37 Jahren.

Zunächst stritten die beiden Betrunkenen ab, etwas mit den brennenden Tonnen zu tun zu haben. Auf den Handys der beiden konnte die Polizei aber Videos finden, die sie beim zündeln an den Papiertonnen zeigten. Die Feuerwehr Bad Griesbach löschte die Brände. Wie hoch der Schaden ist, sei laut Polizei noch nicht bekannt.

"Singing in the Rain" - so nicht gewollt und geplant in Rosenheim "Auf der Straße liegt eine Person", so war die Mitteilung an die Rosenheimer Polizei. In der Chiemseestraße konnte dann tatsächlich ein 54-jähriger Mann aus Rosenheim von den Streifenbeamten angetroffen werden. Der Mann lag auf dem Gehweg, aufgrund des nächtlichen Regens schon ziemlich durchnässt und lallte vor sich dahin. Teilweise waren ein paar, aber nur im Ansatz wahrnehmbare, Songtexte für die Beamten hörbar. Der Rosenheimer war so betrunken, dass es ihm unmöglich war, einen Atemalkoholtest durchzuführen. Er wurde zur weiteren Behandlung vom Rettungsdienst ins Klinikum Rosenheim verbracht.

Paar beendet Beziehung gewalttätig während der Autofahrt im Landkreis Rosenheim Am 24.07.2021, gegen 13:45 Uhr, befuhr ein Pärchen mit ihrem PKW Mercedes die Rosenheimer Straße in Raubling in Richtung Pfraundorf. Das Pärchen geriet während der Fahrt in einen massiven Streit, wobei die in München wohnhafte Dame (31 Jahre) auf den in Remscheid wohnenden Fahrer (33 Jahre) mehrfach mit den Fäusten und einem Schuh einschlug, sowie einen Kaffee in das Gesicht des Fahrers schüttete. Folglich musste der Fahrzeugführer mehrfach sein Fahrzeug anhalten, um einen Verkehrsunfall zu vermeiden. Die Fahrt endete letztlich bei der Verkehrspolizeiinspektion in Pfraundorf, wobei der Streit von den Beamten beobachtet und unterbunden werden konnte. Nach Angaben des Fahrers, befanden sich im Bereich der Rosenheimer Straße mehrere Zeugen vor Ort, welche u.a. das Gespräch mit dem Pärchen suchten. Bei dem Herrn konnten im Rahmen der Sachverhaltsaufnahme mehrere Kratz- und Schürfwunden, sowie Hämatome am ganzen Körper festgestellt werden. Letztlich erhoben jedoch beide Vorwürfe gegen den jeweils anderen in Sachen Körperverletzung. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wurde sichergestellt, dass beide Parteien getrennt voneinander ihren Heimweg antreten konnten. Gemäß den Angaben der beiden Personen wurde die Beziehung nun offiziell als beendet erklärt.

Genitalien von links nach rechts geschwungen (Landkreis Landshut) "Am 03.07.2021 kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen einem 32-jährigen Familienvater und einem 61-jährigen Rentner. Gegen 13.20 Uhr befand sich die vierköpfige Familie, darunter ein 4-jähriges Mädchen, an einem Badesee im Gemeindegebiet Velden, als sich plötzlich der 61-Jährige zu ihnen gesellte. Der ältere Mann stellte sein Fahrrad ca. 1,5 Meter vom Liegeplatz der Familie ab und begann sich zu entkleiden. Nachdem er anschließend gänzlich nackt vor der Familie stand hielt der Mann mit allen Mitgliedern der Familie Blickkontakt und begann seine Genitalien von links nach rechts zu schwingen. Als der 32-jährige Familienvater den Rentner aufforderte, dies zu unterlassen kam es zur verbalen Auseinandersetzung zwischen den Beiden, sodass Passanten die Polizei verständigten. Die Polizei Vilsbiburg konnte die Situation deeskalieren und hat nun die Ermittlungen aufgenommen."