Landau
Kleine Scheibe, große Wirkung

10.01.2016 | Stand 20.09.2023, 5:14 Uhr

Zeigen einen 7000 Jahre alten Keulenkopf aus Großköllnbach, der größte, der jemals in Deutschland gefunden worden war: (v.l.) Kreisarchäologe Dr. Ludwig Kreiner, Referent Dr. Eric Biermann aus Köln und der Vorsitzende des Förderkreises, Dr. Florian Eibl. − Foto: al

Über den gesamten Erdball führte die "Keulen-Reise" mit Dr. Eric Biermann aus Köln am Freitagabend im Kastenhof: Keulen als Kriegswaffe, als Handwerkzeug oder alltäglichen Gebrauchsgegenstand. Anlass: Der Förderkreis des Niederbayerischen Archäologiemuseum zum Vortrag "Zischen, Dreinschlagen und Angeben – eine kleine Keulenkunde" eingeladen. Und Dr. Eric Biermann hat sich auf die mittlere Jungsteinzeit allgemein und im Besonderen auf Keulen spezialisiert.

Die Keule sei die älteste Hieb- und Wurfwaffe aller Völker, auch zwischen Kain und Abel kam eine Keule zum Einsatz, so Biermann. Selbst im Ersten Weltkrieg habe es eine Schützengraben-Keule gegeben– eine rund 70 Zentimeter lange Keule aus einer gusseisernen Hülse.

Die Wirkung von Keulen sei verheerend gewesen, rechnete der Referent vor: "Eine Steinkeule von 816 Gramm kann mit 18,2 Metern pro Sekunde zuschlagen, was eine Aufschlagsenergie von 137,34 Gramm pro Zentimeter freisetzt. Der Schädel bricht an seiner härtesten Stelle bereits bei 122,38 Gramm pro Zentimeter Aufschlagkraft."

− al

Mehr dazu in der Landauer Neuen Presse vom Montag, 11. Januar.