Moos
"Dumpingpreise": Arcobräu Moos übt scharfe Branchen-Kritik

21.05.2016 | Stand 19.09.2023, 21:55 Uhr

Braumeister Roland Masanetz vor dem Gärbottich der Schlossbrauerei Irlbach mit Riprand Graf von und zu Arco-Zinneberg (rechts) und Holger Fichtel (links), Inhaber respektive Direktor der Brauerei Arcobräu Moos, die die Schlossbrauerei Irlbach übernommen hat. Foto: Roland Binder

Arcobräu mit Sitz in Moos (Landkreis Deggendorf), nach eigener Angabe größte Brauerei Niederbayerns, will nach der Übernahme der Schlossbrauerei Irlbach (Landkreis Straubing-Bogen) stark wachsen – sowohl im Export als auch auf dem umkämpften Heimmarkt. Kritik übten Inhaber Riprand Graf von und zu Arco-Zinneberg und Direktor Holger Fichtel im PNP-Interview an den oft üblichen "Dumpingpreisen".

Das Problem der Branche sei, so Fichtel, "dass sich der Wettbewerb oft Marktanteile zu Dumpingpreisen dazukauft. Viele Wirte wollen zum Beispiel unser Bier kaufen, dabei aber sozusagen für einen Porsche nur den Preis für einen verrosteten Fiat zahlen. Wir spielen da nicht mit, im Gegensatz zu vielen Konkurrenten. Da sind viele ertragslose Durchhalter am Markt."

Diese Brauereien, die in die "Negativspirale der Billigbier-Industrie fallen, nennen wir Zombies", so Graf Arco. Das Phänomen schade jedoch der ganzen Branche, so Fichtel. "Die Fachzeitschrift Inside Getränke hat übrigens den Biermarkt in der Region Passau vor kurzem als den ruinösesten in ganz Deutschland bezeichnet", erklärt der Brauereidirektor.

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