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SPORTMELDUNG
vom 30.07.2010
„Größtmögliche Wertschätzung“ für das SG-Turnier 59 Volleyballteams trotzen Regen und Kälte - Schlammschlachten beim Bayerwald-Quattro-Mixed - Siegerteam kommt aus der Oberpfalz
Saldenburg. Unter keinem guten Stern stand das Bayerwald- Quattro-Mixed, Niederbayerns größtes Volleyballturnier, das aber dann doch durchgezogen wurde und mit dem Sieg eines „gemischten Vierers“ aus der Oberpfalz endete. Die Veranstalter von der SG Saldenburg waren am Samstag bei Dauerregen und Temperaturen von knapp über 10 Grad kurz davor, das Zwei-Tages-Turnier nur am Sonntag zu spielen. Als dann aber 59 der 60 gemeldeten Quattro-Teams am Sportplatz des TSV Preying erschienen, stand für die Turnierleitung fest, dass - wenn es irgendwie gehen würde - gespielt werden muss. Pünktlich um 9.30 Uhr eröffneten Schirmherr Bürgermeister Max König und Landrat Ludwig Lankl das BWM2010. Just in dem Augenblick bekam der Bürgermeister noch eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes aufs Handy übermittelt. „Heftiger Dauerregen in FRG“ stand da zu lesen! SGS-Vorstand Christian Riesinger bat die 250 Volleyballer dann erstmal ins Bierzelt des Tavernenfestes. Nach eineinhalb Stunden ließ der Regen etwas nach und unter dem Beifall der Sportler begann die Turnierleitung die ersten Partien aufzurufen. Bis gegen 15 Uhr spielte jedes Team drei Vorrundenspiele. Das reichte aus, um sowohl im Quattro-Mixed als auch in der Freizeitrunde eine Tabelle zu bekommen, die man für Sonntag in eine obere Hälfte (Gruppe A) und eine untere (Gruppe B) unterteilte. Natürlich war der Sandplatz durch den heftigen Regen extrem tief und so entwickelten sich wahre Schlammschlachten, die einigen Favoriten bereits am Samstag zum Verhängnis wurden. Der eine oder andere Mitfavorit fand sich dann am Sonntag überaschenderweise in der Gruppe B wieder. Für das Turnier war die Durchführung der Samstagsspiele aber eminent wichtig, da ansonsten für Sonntag ein neuer Spielmodus hätte eingeführt werden müssen. Entsprechend erleichtert waren die Organisatoren. Dass unserRadio von einem „Saldenburger Woodstock“ berichtete, traf die Verhältnisse durchaus. Am Sonntag hatte Petrus ein Einsehen mit den Volleyballern aus Bayern, Thüringen, Österreich und Italien. Bei nun guten Bedingungen konnten um 9.30 Uhr die Gruppenspiele um den Einzug ins Viertelfinale beginnen. Dabei trennte sich die Spreu vom Weizen und es zeigte sich, wer die Partynacht beim Tavernenfest am besten wegstecken und nochmal alle Kräfte mobilisieren konnte. Mit Ausnahme des bereits am Samstag nicht für die Gruppe A qualifizierten Teams BIJA (mit den Deggendorfer Regionalligaspielern Alex Steif und Hannes Fuchs) schafften die meisten Favoriten den Einzug ins Viertelfinale. Dort war im Quattro-Mixed aber Endstation für die zweimaligen Turniersieger „SARS“, die mit Terry Place Brandel die weltbeste Volleyballerin der achtziger Jahre (601 Länderspiele für USA und D) in ihren Reihen hatten und „Der Stecher und der Brecher“. In der Freizeitrunde erwischte es den Sieger der letzten beiden BWM’s, „Schneewitchen und die Zwerge“ aus Deggendorf. Letztendlich kam es im Quattro-Mixed zum Finale des Vorjahressiegers „You will never walk alone“ mit den beiden Hauzenberger Mittelblockern Markus Janda und Georg Lichtenauer (nächste Saison wieder bei seinem Heimatverein TSV Waldkirchen) und Jana Müller und Bettina Bayer vom TSV Waldkirchen und dem erstmals beim Bayerwald-Mixed vertretenen Team „Captain Saubär Gang“ aus der Oberpfalz. Dieses Team mit den Nittenauer Regionalligaakteuren Natascha Rivera, Steffi Gräser und Phillip Brechtl ergänzte Basti Van der Weerd vom ASV Cham. Die Oberpfälzer hatten sich souverän ins Finale gespielt; weder am Samstag im Regen noch am Sonntag auf dem Weg ins Finale gaben sie einen Satz ab. Der Titelverteidiger dagegen verlor bereits am Samstag zwei Spiele und rutschte als 15. nur wegen des guten Satzverhältnisses noch unter die besten 16 Teams. Die Niederbayern konnten dann auch nur am Anfang des ersten Satzes mit den höherklassigen Oberpfälzern mithalten, danach verlief das Finale recht einseitig. Zu selten konnten die TVH- Mittelblocker die schnellen Angriffe von Brechtl und Van der Weert abwehren. Da half auch die Unterstützung der überwiegend niederbayerischen Zuschauern nichts. Durch ein klares 2:0 (25:19 und 25:16) holte sich die „Captain Saubär Gang“ verdient Rang 1 beim Bayerwald-Mixed 2010 und das ohne Satzverlust! Der 3. Platz ging an das Team „Athletico Zimtstern“ aus Rotthalmünster. In der Gruppe B setzte sich der tags zuvor gescheiterte Mitfavorit „BIJA“ durch. Auf dem jetzt trockenen Untergrund konnten Steif und Fuchs ihr Können besser unter Beweis stellen und somit für Schadensbegrenzung sorgen. Platz 2 ging an „Die Innbaiern“ aus Raab/Österreich, Platz 3 an „MC Viech“ mit dem Thurmansbanger Harald Huber. In der Freizeitrunde war bereits nach dem Viertelfinale klar, dass es einen neuen Sieger geben würde. Mit den „Local Heros“ war im Halbfinale auch noch ein Team mit den Saldenburgern Elmar Geißinger, Christian Schlattl und Anette Drexler vertreten. Allerdings unterlag man dem BWM-Rekordteilnehmer „Hofberg Tigers“ aus Landshut (22. Teilnahme!) knapp und musste sich mit dem Spiel um Platz 3 zufrieden geben. Im zweiten Halbfinale bezwangen die aus der Nähe von Gera angereisten „Spamblockers“ die „Volleybombers“ aus Vilsbiburg und so kam es im Finale zum Duell Niederbayern gegen Thüringen. Angefeuert durch die vielen Spieler aus dem Raum Landshut holten sich die „Tigers“ mit 2:1 ihren zweiten BMW-Titel. Der 3. Platz ging an die „Volleybombers“. Die Gruppe B gewann mit „Fischermans Friend“ ein Team mit vier Jugendlichen, unter ihnen die Lokalmatadore Anton Ponigl und Jonas Duschl aus Preying. Sie besiegten im Finale „Rächmiku“ aus Waldkirchen. Platz 3 belegten die „ESCO Boys“ aus Hofkirchen. Bei der Siegerehrung gratulierten Schirmherr Max König, SGS- Vorstand Christian Riesinger und Turnierleiter Thorsten Barth den Gewinnern. Neben Pokalen für die jeweils drei Erstplatzierten überreichten sie auch wertvolle Gutscheine. Riesinger bedankte sich nochmals ausdrücklich bei allen Volleyballern für ihre Teilnahme angesichts der extremen Wetterbedingungen am Samstagvormittag und sprach in dem Zusammenhang von der „größtmöglichen Wertschätzung, die man dem Turnier der SG Saldenburg erweisen konnte“. Ebenso dankte er Christian Schlattl und Sascha Winkelmann für die Spielleitung am PC und der „Stimme des BWM“, Thorsten Barth sowie dem TSV Preying für die gute Zusammenarbeit. Doch es gab auch einen Wermutstropfen: die Absage des Jugend- und Kinderturniers am Sonntag (zu wenig Anmeldungen) und eines für Samstagabend geplanten besonderen Spektakels. Unter anderem hätte dabei Überraschungspreis verlost und gleich in die Tat umgesetzt werden sollen - eine Fahrt mit dem unserRadio-Heißluftballon! Da das Wetter nicht mitspielte, wurde der Preis am Sonntag beim Finale verlost. Die Gutscheine gingen an das Team „Matte Hiasn“ (alle SG Saldenburg) und an „Laas Traagl“ aus Tiefenbach. - rie