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SPORTMELDUNG
vom 10.03.2010
Wettskandal: Jetzt wettern die Löwen Stoffers: Werden üble Nachrede nicht zulassen
Die Löwen-Niederlage gegen Ahlen steht unter Manipulationsverdacht, jetzt reagiert 1860 München: „Wir werden Vorverurteilungen unserer Spieler auf der Basis von Gerüchten und übler Nachrede nicht zulassen. Dabei werden wir uns auch rechtlicher Mittel bedienen“, teilte Löwen-Geschäftsführer Manfred Stoffers auf der Homepage der Löwen mit. Diesen Worten ließen die Sechziger bis dato aber noch keine juristischen Taten folgen. „Mit Irritation haben wir die Meldung des DFB von einer ,möglicherweise beabsichtigten Spielmanipulation‘ in Bezug auf das Spiel 1860 München gegen Rot Weiss Ahlen am 8. Februar 2010 (0:1) zur Kenntnis genommen“, schreibt Stoffers weiter. „Die Formulierung ist leider so vage, dass wir damit nichts anfangen können. Ist nun ein Manipulationsversuch unternommen worden oder nicht?“, fragt sich Stoffers. Um Licht ins Dunkel zu bringen, schickte Stoffers Sportdirektor Miki Stevic und Cheftrainer Ewald Lienen zur Video-Analyse, um das Ahlen-Spiel noch einmal bis ins kleinste Detail zu analysieren. Beide kommen jedoch einhellig zu dem Ergebnis, dass es nicht den geringsten Hinweis auf eine bewusste Schlechtleistung eines an der Partie beteiligten Löwen gebe. „Wir haben 90 Minuten lang versucht, das Spiel zu unseren Gunsten zu drehen, hatten jede Menge Torchancen und haben am Ende wegen eines Sonntagsschusses verloren“, sagte Coach Lienen. „Wie in jedem Spiel gab es jede Menge Fehler auf unserer Seite, auf Seiten der gegnerischen Mannschaft und nicht zuletzt auf Seiten des Schiedsrichters. Um aber eine Absicht unterstellen zu können, braucht man hieb- und stichfeste Beweise. Wer die nicht hat“, so Lienen, „setzt leichtfertig den guten Ruf von Fußballern aufs Spiel.“ Eine Spur schärfer formuliert Geschäftsführer Stoffers: „Eine gute oder schlechte Absicht zu haben, reicht nicht aus, vor allen Dingen dann nicht, wenn folgenschwere Verdachtsmomente geäußert werden“, stellt Stoffers besorgt fest. Unterdessen hat die im Wettskandal seit November ermittelnde Staatsanwaltschaft Bochum vom DFB noch keine Nachricht über den Manipulationsverdacht erhalten. „Uns liegt noch kein Eingang des Vorgangs vor“, sagte Oberstaatsanwalt Gerrit Gabriel gestern auf PNP-Anfrage. - mis