Zu einem schweren Verkehrsunfall mit vier Sattelzügen und einem Auto ist es am Donnerstag auf der B12 im Gemeindegebiet Pocking (Landkreis Passau) gekommen. Glücklicherweise wurde nur ein Lkw-Fahrer leicht verletzt. Der Sachschaden ist jedoch immens − laut ersten Schätzungen der Polizei mindestens 400.000 Euro.
Kurz nach 8.30 Uhr wurde die Polizei in Pocking über einen Verkehrsunfall informiert: Auf der B12 sollte ein Lkw aufgefahren sein, ein Auto sei im angrenzenden Feld gelandet. Neben der Polizei wurden auch der Rettungsdienst und die Feuerwehr verständigt. An der Unfallstelle stellte sich die Lage schlimmer als zunächst angenommen dar.
Ein Autofahrer, der auf der B12 von Simbach in Richtung Pocking fuhr, bog einige Kilometer vor Pocking nach links ab. Hinter dem Wagen fuhren mehrere Lkw. Die ersten drei Brummi-Fahrer konnten noch rechtzeitig bremsen, dem vierten Lkw-Fahrer gelang dies nicht mehr. Beim darauf folgenden Zusammenstoß wurden die vier Sattelzüge ineinander geschoben. Die Wucht des Aufpralls war so immens, dass bei einem Gespann der Lkw von seinem Anhänger gerissen wurde. Hinter dem Unfallverursacher erkannte laut Polizei auch ein Autofahrer die Situation zu spät und prallte gegen den Sattelzug, woraufhin der Wagen in ein angrenzendes Feld schleuderte. Leichte Blessuren erlitt nur der Lkw-Fahrer, der zuerst auffuhr. Der Mann aus Tschechien wurde vorsorglich ins Krankenhaus Rotthalmünster eingeliefert, das er mittlerweile wieder verlassen konnte. Der Lkw-Fahrer war weder zu schnell unterwegs, noch hatte er gegen Lenk- und Ruhezeiten verstoßen.
Die B12 ist derzeit noch komplett gesperrt. Der Verkehr wird von der Feuerwehr Pocking umgeleitet. Die Unfallaufnahme- und Bergung wird laut Polizei noch bin in den Nachmittag andauern. Grund dafür ist unter anderem, dass zwei Sattelzüge industrielles Granulat geladen hatten, das zunächst umgeladen werden muss. − wog/rot
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