
Genießen statt wegwerfen. Aus den Brotresten seiner Kunden mach Biobäcker Niko Gottschaller nun Schnaps. − Foto: Jörg Schlegel
Genießen statt wegwerfen. Aus den Brotresten seiner Kunden mach Biobäcker Niko Gottschaller nun Schnaps. − Foto: Jörg Schlegel
Niko Gottschaller will nicht, dass seine Ware weggeworfen wird. In seiner Biobäckerei zwischen Rotthalmünster und Malching im Landkreis Passau werden im Monat rund 70 Tonnen Brot produziert. Etwa fünf Prozent davon kommen als Retoure zurück. "Die Sachen sind nicht schlecht, aber die Verbraucher wollen eben jeden Tag frisches Brot", sagt er. "Dabei ist das ein wertvoller Rohstoff."
Bisher landete dieser Rohstoff in einer Biogasanlage. Doch der Bäckermeister Niko Gottschaller hatte eine echte Schnapsidee, um dem Brot zu einem zweiten Leben zu verhelfen: Brotschnaps. "Das ist keine Abfallverwertung, sondern alles verzehrfähige Ware", betont er. "Die Idee dazu hatte ich schon vor drei Jahren." Nur die Umsetzung war schwierig. Niko Gottschaller fand keine passende Brennerei. Die Überlegung, den Schnaps selbst zu brennen, verwarf er aus Kostengründen schnell wieder. Schließlich fand er in Josef Fahrthofer einen Mitstreiter. Der Brennmeister aus Österreich ist wie Niko Gottschaller Mitglied im Biokreis, einem Verein für ökologischen Landbau und Verarbeiter. In der Nähe von Linz stellt er Bio-Brände und Liköre her. Und nun auch den Brotschnaps für die Biobäckerei aus Rotthalmünster.
− jomMehr zu diesem Thema lesen Sie in der Samstagsausgabe (19.01.) der Passauer Neuen Presse (Ausgabe Pocking/Bad Füssing/Bad Griesbach).
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