
Der Pfarrer und die Playmobilfiguren: Wie hier vor zwei Jahren eröffnet Pfarrer Klaus J.F. Stolz auch heuer den lebendigen Adventskalender und schmückt sein Fenster mit Playmobilfiguren, die er leidenschaftlich gern sammelt. − Foto: Archiv Jörg Schlegel
Der Pfarrer und die Playmobilfiguren: Wie hier vor zwei Jahren eröffnet Pfarrer Klaus J.F. Stolz auch heuer den lebendigen Adventskalender und schmückt sein Fenster mit Playmobilfiguren, die er leidenschaftlich gern sammelt. − Foto: Archiv Jörg Schlegel
Es ist schon bald zur Tradition geworden: Seit vier Jahren finden sich Bad Griesbacher Familien und einzelne Bürger zusammen, um gemeinsam die Zeit des Ankommens und Wartens auf Weihnachten zu feiern. Das Besondere ist der lebendige Adventskalender, der bei Spaziergängen besichtigt wird. Momentan werden wieder Menschen gesucht, die mitmachen und ein Fenster gestalten möchten.
So funktioniert es: Jeder dekoriert für einen vorher festgelegten Abend ein von außen gut einsehbares Fenster, das dann beleuchtet wird. Dazu gibt es draußen vor dem jeweiligen Fenster Geschichten und Gedichte, Lieder, Tee oder Punsch und Plätzchen, je nach Wunsch und Laune. Die Fenster werden so gestaltet, als seien sie groß gewordene Türen eines Adventskalenders. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Entlang dieser Fenster in der ganzen Gemeinde kann dann jeder seine Adventsspaziergänge machen. "Wir laden dann wieder zur Fenstereröffnung ein", erklärt Diakonin Silke Torberg. "So kommt nach und nach immer wieder eines hinzu. Das letzte Fenster sind dann die Gottesdienste an Heiligabend in den zwei Kirchen."
Vergangenes Jahr haben so viele mitgemacht, dass man zweimal pro Woche ein Adventsfenster öffnen konnte, ergänzt Peter Torberg. " Jedes Jahr werden es mehr. Im Idealfall wären es mal 24, aber da ist noch ein wenig hin", sagt er und lacht. Sechs Bad Griesbacher haben sich bisher bereit erklärt, eins ihrer Fenster zu schmücken.
Die Torbergs selbst auch: "Was genau, wird noch nicht verraten, aber es wird beleuchtet sein und es rührt sich was", verrät Peter Torberg. Sein Schwiegervater bastelt schon seit Ostern an dieser Dekoration. Aber so aufwändig muss es gar nicht sein: "Die einen machen Scherenschnitte, andere beleuchten nur ihr Fenster oder lassen die Kinder etwas basteln." Das erste Fenster wird am 30. November geöffnet, und das gehört Pfarrer Klaus J.F. Stolz. Und wer ihn kennt, weiß zumindest schon, womit bei ihm dekoriert wird: Playmobilfiguren. "Mein Plan ist schon fertig, aber was genau, werde ich auch nicht verraten", sagt Stolz. "Nur so viel: Es wird tierisch." Die Idee dafür hatte er, wie jedes Jahr, ganz spontan. "Ich bin ja ein wenig kindlich und habe vor einiger Zeit angefangen, diese Figuren zu sammeln", erzählt er. Inzwischen besitzt er verschiedene Playmobil-Welten, von den Ägyptern bis zur Arche Noah. Erst zum Geburtstag im September hat er eine neue "Welt" geschenkt bekommen − "und diese neue Errungenschaft kommt heuer ins Adventsfenster", sagt Pfarrer Stolz und lacht. "Wir freuen uns über jeden, der mitmachen will", betont Silke Torberg. Viel braucht es dafür nicht: "Eigentlich nur den Wunsch, gemeinsam mit anderen Advent zu feiern, natürlich ein Fenster, das von der Straße aus gut einsehbar ist, und Spaß, dieses Fenster ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten." − rot
INFOWer Lust hat, mitzumachen, kann sich bei Diakonin Silke Torberg unter
08532/925180 melden. Dort werden die Termine für die Fensteröffnungen vergeben.
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