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Passau/Rotthalmünster  |  07.11.2012  |  08:05 Uhr

Schüler tot: Alkoholproblem des Angeklagten seit 2006 bekannt

von Christine Pierach

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Noch heute wird an der Unfallstelle dem verstorbenen Patrick C. gedacht.

Noch heute wird an der Unfallstelle dem verstorbenen Patrick C. gedacht. | Fotos: Schlegel/Pierach

Noch heute wird an der Unfallstelle dem verstorbenen Patrick C. gedacht. - Fotos: Schlegel/Pierach


Im Prozess um versuchten Mord durch Unterlassen und Unfallflucht gegen einen Bankkaufmann (59) aus dem Rottal waren am Dienstag im Landgericht Passau dessen Trinkerei und der Ablauf des Unfallmorgens die zentralen Themen. Der Banker hatte am 7. Dezember um 7.15 Uhr auf der Landstraße den Fußgänger Patrick C. (17) tot gefahren. Er wartete wie jeden Tag auf Mitschüler, die ihn zur Berufsschule nach Pfarrkirchen mitnehmen sollten.

Um 7.40 Uhr rollt, verspätet mal wieder, der VW mit Patricks Freunden an. Doch vom zuverlässigen Patrick keine Spur. Der Fahrer (21) hält, steigt aus. Er hat etwas Dunkles im Graben gesehen, hatte "ein schlechtes Gefühl. Das Schwarze gehörte da nicht hin". Während ein Mitfahrer (18) Patricks Handy anruft, findet der Fahrer den Mitschüler. Er liegt reglos im Straßengraben, die Nase blutet. Der Fahrer eilt zum VW, die Beifahrerin (18) ruft den Notarzt, der zweite Mitfahrer hält ein Auto an, ein Ehepaar leistet Erste Hilfe. Doch jede Hilfe und auch der Notarzt kommen zu spät.

Um 8.25 Uhr fällt dem VW-Fahrer ein silberner Mercedes auf, der mit geborstener Frontscheibe an der Unfallstelle vorbeifährt. Er weist einen Polizisten auf das Auto hin. Eine Streife folgt der Limousine. Sie fährt zur nahe gelegenen Bank: Der Angeklagte steigt aus. Um 9.15 Uhr an diesem 7. Dezember hatte der Banker 1,42 Promille Alkohol im Blut.

Das machte ihm an jenem Tag in der Arbeit aber offenbar keine Probleme. Keinem, der dort in der Stunde zuvor mit ihm zu tun hatte, war sein Alkoholkonsum aufgefallen. Gleichwohl war die Trinkerei des Angeklagten schon seit 2006 ein Thema in der Bank. Damals hatte er arbeitsunfähig nach Hause gebracht werden müssen. In den Folgejahren fiel den Kollegen regelmäßig die Alkoholfahne des Kassierers auf.

Mehr dazu lesen Sie in Ihrer Ausgabe der Passauer Neuen Presse vom 7. November oder HIER.





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