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Rotthalmünster  |  11.09.2012  |  12:14 Uhr

Django Asüls Jugend unter "niederbayerischen Aborigines"

von Doris Altmannsberger

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Gesten- und wortreicher Auftritt: Kabarettist Django Asül (l.) gab bei den "Asbacher Reden zur Kultur" in der Rottalhalle, moderiert von Toni Daumerlang, seine persönlichen Betrachtungen zu Medien und Politik zum Besten.  − Fotos: Altmannsberger

Gesten- und wortreicher Auftritt: Kabarettist Django Asül (l.) gab bei den "Asbacher Reden zur Kultur" in der Rottalhalle, moderiert von Toni Daumerlang, seine persönlichen Betrachtungen zu Medien und Politik zum Besten.  − Fotos: Altmannsberger

Gesten- und wortreicher Auftritt: Kabarettist Django Asül (l.) gab bei den "Asbacher Reden zur Kultur" in der Rottalhalle, moderiert von Toni Daumerlang, seine persönlichen Betrachtungen zu Medien und Politik zum Besten.  − Fotos: Altmannsberger


Es war ein ungewöhnlicher Abend, den die über 200 Besucher der "Asbacher Reden zur Kultur" am Montag in der Rottalhalle in Rotthalmünster (Landkreis Passau) erleben durften. Ungewöhnlich, weil mit Django Asül ein Kabarettist der Hauptredner war – und der schaffte es, dass selbst Kulturbeauftragter Toni Daumerlang einfach nur schweigend zuhören konnte.

Ein Thema war die Situation eines Deutsch-Türken, aufgewachsen im tiefsten Niederbayern, der eigentlich "bis ich 14 oder 16 war wohl besser Englisch als Türkisch sprechen konnte." Als Ur-Bayer lebt Django Asül noch heute in Hengersberg (Landkreis Deggendorf). Als er klein war, arbeiteten die Eltern beide im Schichtdienst, und so "hielt ich mich schon als Kind fast ausschließlich unter niederbayerischen Aborigines auf". Dass er seit einiger Zeit einen deutschen Pass hat, ist für den Künstler nur logische Konsequenz, "ich kenne die Türkei nur als Urlaubsland, Niederbayern ist meine Heimat", verrät er.

Hauptberuflich allerdings tourt der niederbayerische Türke das ganze Jahr über von Flensburg bis Südtirol durch die Lande, sprachliche Differenzen gibt es kaum: "Ich red' überall so, dass man mich versteht." Freilich sei für den Hamburger Django Asüls Bühnenhochdeutsch immer noch tiefstes Niederbayerisch, "und manche denken wohl, diese Sprache gehört zur Kunstfigur dazu, dabei kann ich gar nicht anders", verrät der Kabarettist.

Mehr dazu lesen Sie in Ihrer Ausgabe der Passauer Neuen Presse (Lokalteil Pocking/Bad Füssing) vom 12. September.



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