von Juliana Ried und Michael Duschl
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| Fotos: ff-passau.de
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Ein 37-jähriger Mann hat am Mittwochabend die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr in der Passauer Fußgängerzone stundenlang in Atem gehalten. Wie Norbert Werner von der Polizeiinspektion und Stadtbrandinspektor Andreas Dittlmann der PNP bestätigten, ging der Mann auf den Dächern der Altstadt umher. Und weigerte sich, aus luftiger Höhe hinabzusteigen. "Er wechselt immer wieder seinen Standort auf dem Gebäude-Komplex an der Großen Klingergasse und der Wittgasse", erklärte Polizeisprecher Martin Pöhls. Beide Straßen waren ab ca. 18.30 Uhr gesperrt. Trotzdem haben sich Schaulustige am "Tatort" versammelt, um das stundenlange Drama um den Mann zu beobachten.
Erst kurz vor 23 Uhr gelang es durch "gutes Zusammenwirken der Kräfte von Polizei und Feuerwehr", den in Österreich wohnenden Mann unversehrt vom Dach zu retten, berichtete Pöhls der PNP. Mit einer Drehleiter wurde der 37-Jährige afrikanischer Abstammung nach unten gebracht. Er sollte noch am Abend ärztlicher Betreuung zugeführt werden.
Das Motiv des Afrikaners war auch nach Beendigung des rund sechsstündigen Dramas unklar. Ein Großaufgebot an Beamten, darunter auch eine speziell geschulte "Verhandlungsgruppe" des Polizeipräsidiums Niederbayern, und mehr als 30 Helfer der Feuerwehr mit zwei Drehleitern waren herbeigeeilt. Auch ein Polizei-Hubschrauber wurde angefordert.
Gegen 17.15 Uhr hatten Anwohner den Mann auf den Dächern gesichtet und die Polizei alarmiert. Beamte verfolgten den Mann, scheiterten aber lange beim Versuch, Kontakt aufzunehmen. Erst nach eineinhalb Stunden, gegen 19.15 Uhr, konnte ein Verhandlungsführer der Polizei den Unbekannten ansprechen. Er befand sich nach Angaben von Pöhls "scheinbar in einer psychischen Ausnahmesituation" und machte einen "verwirrten und verängstigten Eindruck". Gegenüber den Beamten äußerte er sich nicht, warum er aufs Dach gestiegen sei.
"Der spielt Katz und Maus mit uns", hatte noch um 21 Uhr Stadtbrandinspektor Andreas Dittlmann erklärt. Immer wieder gelang es dem Mann in der verschachtelten Häuser-Landschaft der Altstadt zu flüchten.
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