
Auf grünem Teppichrasen diskutierten im Passauer Medienzentrum (von links) Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein und die Fußball-Größen DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann und Trainerlegende Felix Magath. | Foto: Binder
Auf grünem Teppichrasen diskutierten im Passauer Medienzentrum (von links) Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein und die Fußball-Größen DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann und Trainerlegende Felix Magath. - Foto: Binder
Kompetent, hintergründig und mit großer Freude diskutierten am Donnerstagabend DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, Trainerlegende Felix Magath und Ex-Nationaltorhüter Jens Lehmann vor 500 Zuschauern im Medienzentrum der Verlagsgruppe Passau über die Faszination Fußball. Die Gesprächsrunde, der Reihe "MENSCHEN in EUROPA" (MiE) wurde geleitet von ZDF-Sportmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein.
Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Trennung vom VfL Wolfsburg hat sich Magath zu seiner Person jedoch bedeckt gehalten. Der 59-Jährige wollte nicht über seine Trennung von den "Wölfen" vor drei Wochen sprechen. "Nix zur Vergangenheit", sagte Magath im Anschluss an die Debatte.
Auf die Frage, ob seine Faszination für den Fußball in den vergangenen Wochen seit seinem Rauswurf gelitten hat, antwortete er aber: "In solchen Phasen ist die Freude nicht unbedingt dabei. Aber Fußball bleibt für mich das schönste Spiel der Welt – auch wenn es das komplizierteste Spiel ist, das es gibt. Noch viel komplizierter als Schach. Weil der Fußball in jedem Land anders ist. Weil die Mentalität eine andere ist. Und jeder erklärt Fußball anders – und hat damit irgendwie recht."
Schon im Vorfeld der Veranstaltung hatte Magath über sein Facebook-Profil angekündigt, sich nicht zu den "zu aktuellen Vorgängen in und um den VfL Wolfsburg und meine Trennung" äußern zu wollen. "Dafür bitte ich Euch um Verständnis", schrieb Magath. Am Mittwoch hatten die Niedersachsen nach wochenlangen Spekulationen bekanntgegeben, Manager Klaus Allofs vom Ligarivalen Werder Bremen nach Wolfsburg zu holen.
Niersbach ist für Jubiläums-EM in 13 verschiedenen Ländern
DFB-Präsident Niersbach glaubt an den Plan von UEFA-Präsident Michel Platini, der eine paneuropäische EM 2020 mit 13 Spielorten in verschiedenen Ländern vorgeschlagen hat. Er sieht eine EM verteilt über mehrere Mitgliedsstaaten allerdings nur als einmaliges Ereignis zum 60-jährigen Bestehen des Wettbewerbs. Auch wenn eine Reihe von Schwierigkeiten zu bedenken sei, glaube er an die Chance, sagte Niersbach. "Die bisherige Resonanz bei den Mitgliedsverbänden war positiv." Es könne sein, dass schon im Dezember der Beschluss einer solchen europaweiten EM-Veranstaltung falle.
Niersbach fand in Passau auch positive Worte für den Rekordmeister: "Für mich ist Fußball eine Solidaritätsgemeinschaft. Die Bundesliga nimmt dabei ihre Verantwortung für die Amateure wahr. So gibt der FC Bayern drei Prozent seiner Ticketeinnahmen an die Amateurvereine weiter. Ohne das Geld könnte vieles nicht realisiert werden. 80.000 Spiele finden Woche für Woche statt." - mjf/twr/dpa
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