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Passau  |  13.09.2013  |  16:12 Uhr

Masernimpfung: Landkreis Passau bundesweit an drittletzter Stelle

von Magnus Altschäfl

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Weit abgeschlagen ist der Süden Bayerns bei der Masern-Zweitimpfung; Spitzenreiter ist Franken. Dort werden doppelt so hohe Werte wie im Landkreis Passau erzielt.  − Grafik: Versorgungsatlas

Weit abgeschlagen ist der Süden Bayerns bei der Masern-Zweitimpfung; Spitzenreiter ist Franken. Dort werden doppelt so hohe Werte wie im Landkreis Passau erzielt.  − Grafik: Versorgungsatlas

Weit abgeschlagen ist der Süden Bayerns bei der Masern-Zweitimpfung; Spitzenreiter ist Franken. Dort werden doppelt so hohe Werte wie im Landkreis Passau erzielt.  − Grafik: Versorgungsatlas


Im Landkreis Passau herrschen gesundheitliche Zustände wie im Niger - dem laut Human Development Index (HDI) der Vereinigten Nationen am wenigsten entwickelten Land der Welt. Zumindest trifft das auf einen gesundheitlichen Aspekt zu: die Erstimpfung gegen Masern. Das von Hungersnöten und Bürgerkrieg gebeutelte Land in Westafrika weist hier nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2011 eine Quote von 76 Prozent bei den Einjährigen auf, der niederbayerische Landkreis rund 78 Prozent bei den Kindern bis zwei Jahre. Eine Quote, die nicht ohne Folgen bleibt.

Noch deutlicher wird die Impfmüdigkeit in der Region, wenn man die Zweitimpfung betrachtet. Während im Landkreis Freyung 43 und in der Stadt Landshut nur 40 Prozent erreicht werden, ist der Kreis Passau mit 36 Prozent deutschlandweit an drittletzter Stelle − knapp vor den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen mit rund 35 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 62 Prozent, der in Bayern bei 56.

1542 Fälle von Masern sind im Jahr 2013 bisher in Deutschland aufgetreten, 711 davon in Bayern. Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene entspricht dies etwa einer Verzehnfachung gegenüber 2012, als das Robert-Koch-Institut (RKI) 165 bzw. 70 Kranke meldete. In Niederbayern sind im laufenden Jahr bisher zehn Masernfälle aufgetreten; im Vorjahr waren es insgesamt 24. Die Zahl ist entgegen dem Trend erhöhter Masernerkrankungen gesunken. Das überrascht angesichts der Impfzahlen für Kleinkinder − bis zwei Jahre − die das Zentralinstitut für Kassenärztliche Versorgung mitteilt.

Sind Sie selbst geimpft? Halten Sie die Masern-Impfung für sinnvoll? Diskutieren Sie mit unter www.pnp.de oder auf der PNP-Facebook-Seite. Mehr zum Thema lesen Sie am 14. September in der Passauer Neuen Presse.



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