
E.ON-Chef Johannes Teyssen bei seinem Vortrag in Landshut. − Foto: Schöttl
E.ON-Chef Johannes Teyssen bei seinem Vortrag in Landshut. − Foto: Schöttl
Für bei vielen Zuhörern ungläubiges Stauen hat Dr. Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG, am Dienstag Abend auf einer Veranstaltung der Hochschule Landshut mit seiner Bemerkung gesorgt, das Konzept eines Pumpspeichers sei an sich "natürlich atemberaubend bekloppt." Es sei nicht gerade effizient.
Grund für die Verwunderung eines großen Teils der Zuhörer ist die Tatsache, dass E.ON wie das österreichische Unternehmen "Verbund" − wenn auch nur indirekt über RMD − rund 50-Prozent an der Donaukraftwerk Jochenstein AG hält − und diese bei Riedl (Gemeinde Untergriesbach/Landkreis Passau) hoch über der Donau ein Pumpspeicherkraftwerk für rund 370 Millionen Euro bauen will.
Auf PNP-Anfrage präzisierte Teyssen seine Aussage: "Heute sind Pumpspeicherkraftwerke die einzige, großtechnisch verfügbare Lösung für die Speicherung von Strom und daher unverzichtbar. Die konkreten Projekte wie in Ostbayern sind dringend erforderlich. Deshalb steht unsere Beteiligung am Projekt Pumpspeicher Riedl nicht in Frage." Der E.ON-Vorstandschef sagte aber auch, künftig würden die gewaltigen zu erwartenden "Speicherbedarfe" der Energiewende nicht allein aus Pumpspeichern gedeckt werden können. Diese allein könnten die schwankende Erzeugung aus Erneuerbaren Energien nicht mehr ausgleichen. Daher forsche E.ON auch an möglichen Alternativen und fördere aktiv deren Entwicklung bis zur Marktreife.
Den Ausspruch "natürlich atemberaubend bekloppt" habe er auf "gelegentlich geäußerte Träume, Norwegen könnte als Großspeicher für Europa dienen", bezogen. − Schöttl
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